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04.08.2015

01:19 Uhr

Katalonien wählt

Die spanischen Spalter versuchen einen Trick

Das reiche Katalonien würde sich gern von Spanien abspalten. Das sieht die Zentralregierung aber als Verfassungsbruch. Nun zieht der katalonische Regierungschef Regionalwahlen vor - und achtet dabei auf seine Sprache.

Protest in Barcelona vor beinahe zwei Jahren: Katalonien liebäugelt schon eine ganze Weile mit der Abspaltung von Spanien. dpa

Protest für unabhängiges Katalonien

Protest in Barcelona vor beinahe zwei Jahren: Katalonien liebäugelt schon eine ganze Weile mit der Abspaltung von Spanien.

BarcelonaDer Regierungschef von Katalonien, Artur Mas, hat vorgezogene Wahlen zum Regionalparlament angesetzt. Die Abstimmung am 27. September soll dabei nach Vorstellung der Regionalregierung indirekt auch eine Volksabstimmung über eine Abspaltung Kataloniens von Spanien sein. „Das Datum wird in die Geschichte Kataloniens eingehen“, sagte Mas am Montagabend in Barcelona.

Bayern-Trainer bei Wahl in Katalonien: Guardiola kandidiert für Separatisten

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Die Separatisten in Katalonien treten bei der Wahl in der nordostspanischen Region in zwei Monaten mit einer gemeinsamen Kandidatenliste an. Darauf soll auch der Name des Trainers von Bayern München stehen.

Die katalanische Regierungspartei CDC (Demokratische Konvergenz) hatte mit den Linksrepublikanern (ERC) und separatistischen Organisationen ein Wahlbündnis geschlossen und eine gemeinsame Kandidatenliste vereinbart. Wenn dieses Bündnis bei der Wahl die Mehrheit gewinnt, will es innerhalb von acht Monaten einseitig die Unabhängigkeit der wirtschaftsstärksten Region im Nordosten Spaniens erklären.

Die spanische Zentralregierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy hatte wiederholt erklärt, dass eine Abspaltung gegen die Verfassung verstoßen würde und sie eine Unabhängigkeit Kataloniens unter keinen Umständen zulassen werde. Die von Mas unterzeichnete Verordnung enthält keinen Hinweis auf den angestrebten „plebiszitären Charakter“ der Wahl. Damit will der katalanische Regierungschef verhindern, dass Madrid die Abstimmung mit einer Verfassungsklage unterbindet.

Von

dpa

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