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23.11.2015

14:09 Uhr

Katzenbilder gegen den Terror

Belgische Polizei bedankt sich bei Twitter-Nutzern

Eigentlich wirkt „Catcontent“ bei Twitter gegen Langeweile. Am Sonntag halfen Katzenbilder aber im Kampf gegen den Terror in Brüssel. Bei Twitter hat sich jetzt sogar die belgische Polizei bedankt - mit einem Napf-Tweet.

Unter dem Hashtag #BrusselsLockdown wurden bei Twitter zahlreiche Katzenbilder gepostet. dpa

#BrusselsLockdown

Unter dem Hashtag #BrusselsLockdown wurden bei Twitter zahlreiche Katzenbilder gepostet.

BrüsselDie belgische Polizei hat sich bei Nutzern sozialer Netzwerke dafür bedankt, dass diese am Sonntagabend weitgehend „Funkstille“ über laufende Antiterror-Razzien in Brüssel hielten und stattdessen eine Flut von Katzenbildern und -videos verbreiteten.

„Für die Katzen, die uns gestern Abend geholfen haben... bedient Euch!“, schrieb die belgische Polizei am Montag auf Twitter. Dazu stellte sie ein Foto mit einem gefüllten silbernen Futternapf mit der Aufschrift „Polizei“ auf Flämisch und Französisch.

Der Dankes-Tweet der Polizei löste am Montag eine neue Sympathiewelle aus. Binnen 45 Minuten wurde die Mitteilung mit dem Futternapf von Twitter-Nutzern mehr als 3100 Mal geteilt.

Am Sonntagabend hatte die Polizei hatte Nutzer sozialer Netzwerke gebeten, keine Informationen über die Einsätze zu verbreiten, bei denen auch ein mutmaßlicher Mittäter der Anschläge von Paris gesucht wurde. Viele Nutzer hatten auf ganz eigene Art reagiert: mit Katzenbildern.

Unter dem Hashtag #BrusselsLockdown waren auf Twitter plötzlich Katzen in jeder erdenklichen Pose aufgetaucht – auch mit erhobenen Händen oder als Scharfschützen der Polizei mit automatischen Waffen. Einige der gezeigten Tiere setzten sich ganz offensichtlich über die Aufforderung der Polizei hinweg, nicht ans Fenster zu gehen. Ein Bild zeigte sogar Ministerpräsident Charles Michel mit einem Katzenschnurrbart.

Zuvor hatte die Bundespolizei die Medien aufgefordert, keine Einzelheiten über die Einsätze wie etwa die Einsatzorte zu vermelden. Der Appell des Schweigens war auch an die sozialen Medien wie Twitter gerichtet, wo verschiedene Personen laufend über die Ereignisse berichteten. Aus Sicherheitsgründen sollte man während der Operationen die Stille respektieren, teilte die belgische Bundespolizei per Twitter mit.

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