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21.09.2014

15:46 Uhr

Kein Schuldenschnitt in Sicht

EU und IWF wollen Griechen nicht aus Verantwortung entlassen

Über eines sind sich die Verantwortlichen einig: Griechenland kann wohl nicht mit einem weiteren Schuldenschnitt rechnen. Die anderen EU-Staaten haben keine Lust mehr, sich ihren Steuerzahlern zu erklären.

Ihn dürfte die harte Linie der EU nicht gerade ansprechen, doch in der Sache geht er d´accord: Der griechische Finanzminister Gikas Hardouvelis will die Verschuldung seines Landes sukzessive abbauen. AFP

Ihn dürfte die harte Linie der EU nicht gerade ansprechen, doch in der Sache geht er d´accord: Der griechische Finanzminister Gikas Hardouvelis will die Verschuldung seines Landes sukzessive abbauen.

AthenFür das von internationalen Krediten abhängige Griechenland wird es nach Einschätzung des Chefs des Euro-Rettungsfonds (ESM), Klaus Regling, keinen weiteren Schuldenschnitt geben. Ein solcher Schritt sei für die Europäische Union (EU) und den Internationalen Währungsfonds (IWF) keine politische Option, sagte Regling der griechischen Sonntagzeitung „Realnews“ laut Vorabbericht. Griechenland wird vom IWF, der Europäischen Zentralbank und der EU mit insgesamt 240 Milliarden Euro gestützt. Im Gegenzug muss das Land Spar- und Reformauflagen erfüllen, gegen die es immer wieder Massenproteste gibt. Das zweite Kreditprogramm für Griechenland läuft Ende 2014 aus. Würden dem Krisenstaat erneut Schulden erlassen, wären anders als 2012 vor allem Steuerzahler in EU-Staaten betroffen.

Griechenlands Finanzminister Gikas Hardouvelis äußerte sich ähnlich. Als nächste Maßnahmen für den Abbau der Verschuldung sehe Hardouvelis die Streckung von Zahlungsfristen und niedrigere Zinsen, sagte er der Zeitung „To Vima“. Der griechische Schuldenberg dürfte in diesem Jahr auf 177,2 Prozent der Wirtschaftsleistung wachsen.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Manfred Zimmer

22.09.2014, 20:18 Uhr

"Die anderen EU-Staaten haben keine Lust mehr, sich ihren Steuerzahlern zu erklären."

So wird es wohl nicht gehen, wenn bekannt wird, dass die anderen EU-Staaten zuvor bei gleicher Informationslage ihren Steuerzahlern die Bürde auflasteten.

Klever, wie die griechischen Politiker mit Unterstützung von GoldmanSachs und deren Vertreter Draghi agierten, werden sie auch vor der nächsten Erpressung nicht zurück schrecken.

Herr reiner tiroch

25.09.2014, 08:58 Uhr

und weil die anderen Staaten keine lust mehr haben ist GR plötzlich sowas von Gesundet, hat Wachstum, braucht nie mehr Geld, die krise ist da aus usw? warum lobt merkel bei 177% SchuldenBIP? haaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

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