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15.07.2013

18:09 Uhr

Keine einheitlichen Schuldengrenzen

Bundesregierung knickt bei G20-Sparzielen ein

ExklusivDie Bundesregierung lässt ihre Forderung nach einem allgemein gültigen Schuldenziel für die 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) fallen. Das Vorhaben war gegen den Widerstand der USA nicht durchzusetzen.

Angela Merkel gestikuliert: Die Bundesregierung will nun beim G20-Gipfel durchsetzen, dass sich jeder einzelne Staat zu Zielen Richtung Schuldenabbau verpflichtet. AFP

Angela Merkel gestikuliert: Die Bundesregierung will nun beim G20-Gipfel durchsetzen, dass sich jeder einzelne Staat zu Zielen Richtung Schuldenabbau verpflichtet.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Wolfgang Schäuble (beide CDU) hätten sich „die Zähne ausgebissen“, sagte ein G20-Vertreter dem Handelsblatt. Lange Zeit hatte die Bundesregierung gefordert, verbindliche Grenzen für das Staatsdefizit und den Schuldenstand festzulegen, die für alle G20-Länder gleichermaßen gelten. Davon ist man nun abgerückt.

Wie das Handelsblatt im Vorfeld des Treffens der G20-Finanzminister am Wochenende in Moskau erfuhr, soll es länderspezifische Ziele geben, jeder Staat erhält eine eigene Vorgabe. Um die konkreten Ziele für die einzelnen Länder wird noch gerungen. Die Bundesregierung will nun durchsetzen, dass sich jeder einzelne Staat zu Zielen Richtung Schuldenabbau verpflichtet. Die Staats- und Regierungschefs würden die konkreten Werte wahrscheinlich erst bei ihrem Gipfel Anfang September in St. Petersburg verkünden, hieß es in G20-Kreisen

Dennoch mahnte FDP-Chef und Wirtschaftsminister Philipp Rösler konkrete Vorgaben an. „Die hohe Staatsverschuldung berührt nicht nur in Europa, sondern auch in anderen Regionen der Welt das Vertrauen in nachhaltiges Wachstum“, sagte Rösler dem Handelsblatt. „Wir müssen daher auch international immer wieder auf klare und glaubhafte Ziele für Konsolidierung und den Abbau der Staatsverschuldung drängen.“

Weitere Details und Hintergründe zu dieser Meldung lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe des Handelsblatts.

Kommentare (40)

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007

15.07.2013, 18:28 Uhr

Die Bundesregierung knickt ein. Ja, wer hätte denn etwas anderes erwartet?
Deutschland nimmt doch niemand mehr ernst.

Account gelöscht!

15.07.2013, 18:33 Uhr


Unsere allseitsgeliebte Kanzlerin knickt nie und nimmer ein!!!.
Sie fährt mit Mann und Maus immer auf Linie.

So sind wir halt. Teutonia. Die Albions habn uns gut im Griff.

beat126

15.07.2013, 18:37 Uhr

Es ist die Harmonisierungssucht der Deutschen, die ihnen selbst noch das Genick brechen wird.

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