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11.03.2013

06:54 Uhr

Keine Hilfe für Bersani

Grillo droht seinen Abgeordneten

In Italien braucht Pier Luigi Bersani die Unterstützung der Abgeordneten der Fünf-Sterne-Bewegung, um regieren zu können. Doch deren Chef, der Komiker Beppe Grillo, will sich darauf nicht einlassen und droht mit Rückzug.

Beppe Grillo will dem Mitte-Links-Bündnis nicht helfen. dpa

Beppe Grillo will dem Mitte-Links-Bündnis nicht helfen.

RomDer bei der Parlamentswahl erfolgreiche italienische Protestpolitiker Beppe Grillo hat seinen Rückzug aus der Politik für den Fall angekündigt, dass die Abgeordneten seiner Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) sich hinter eine linksgerichtete Regierung stellen sollten. „Wenn es ein Vertrauensvotum der parlamentarischen Gruppe der M5S für diejenigen geben sollte, die Italien zerstört haben, werde ich mich heiter aus der Politik zurückziehen“, schrieb Grillo am Sonntagabend via Twitter.

Mit seiner Äußerung zielte Grillo offensichtlich auf die Mitte-Links-Allianz unter Pier Luigi Bersani ab, die bei der Parlamentswahl eine absolute Mehrheit im Abgeordnetenhaus erreicht, eine Mehrheit im Senat jedoch verfehlt hatte.

Um eine Minderheitsregierung bilden zu können, wäre sie auf die Stimmen von Grillos Fünf-Sterne-Bewegung angewiesen. Diese hatte bei der Wahl überraschend 25 Prozent der Stimmen auf sich vereinen können.

Grillo will weder mit Bersani noch mit dem Rechtsbündnis des früheren Regierungschefs Silvio Berlusconi koalieren. Auch Bersani lehnt eine Koalition mit Berlusconi ab. Zuletzt brachte er eine Minderheitsregierung ins Spiel. Da für die Verabschiedung von Gesetzen eine Mehrheit in beiden Kammern benötigt wird, ist unklar, ob es eine handlungsfähige Regierung geben wird.

Von

afp

Kommentare (5)

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Account gelöscht!

11.03.2013, 07:38 Uhr

Ich hoffe er schafft es den Euro zu Fall zu bringen! Ab jetzt regiert das Chaos! Bestes Umfeld für eine Renationalisierung. UK und Italien müssen voranschreiten, Deutschland darf ja sicher nicht, das werden diese verfluchten Siegermachtsverbrecher, im Fachjargon auch "Befreier" genannt, sicher gut ausgehandelt haben in irgendwelchen Geheimen Zusatzprotokollen zur Wiedervereinigung. In 50 - 100 Jahren wenn die Akten zugänglich werden darf die Öffentlichkeit dann auch erfahren was genau unsere Politiker den Besatzern alles versprechen mussten.

Account gelöscht!

11.03.2013, 08:17 Uhr


Ob Grillos Freunde nette Pakete mit Fisch und Pferdekopf erhielten ?

Es könnte sich eine "griechische Lösung" abzeichnen. Alles bleibt beim alten. Gebt frische Geldmengen für die Börsen und alles stellt sich beruhigt dar. Und US Pensionskassen leben auch noch mit ihren ca 500 MRD Defizit ( trotz Wallstreet 14300). Da lebeb wir ja in einer richtigen Kommunenlandschaft.

Sebastian

11.03.2013, 08:21 Uhr

Viele der Grillisten haben nun vom süßen Duft der Macht gekostet.Werden von der designierten Regierungspartei PD umgarnt und umhätschelt,mit Wahlgeschenken,designierten Posten und Pöstchen bedacht.
Es wäre nicht die erste Protestpartei, deren Hunger mit Geld,statt mit Idealen gestillt wird.

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