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11.01.2010

08:07 Uhr

Keine US-Soldaten

Obama gegen Antiterrorkampf im Jemen

US-Präsident Barack Obama hat sich klar gegen eine Invasion im Jemen ausgesprochen. Damit zieht der amerikanische Oberbefehlshaber einen Schlussstrich unter die tagelang kursierenden Kriegsgerüchte. Dennoch sei El Kaida im Jemen und auch in Somalia "ein ernstes Problem".

Barack Obama: Keine Invasion im Jemen oder in Somalia. ap

Barack Obama: Keine Invasion im Jemen oder in Somalia.

HB WASHINGTON. US-Präsident Barack Obama hat bekräftigt, dass die USA keine Soldaten in den Jemen oder nach Somalia senden wollen. Die Grenzregion zwischen Afghanistan und Pakistan bleibe das Zentrum der Aktivitäten von El Kaida, betonte Obama laut am Sonntag veröffentlichten Auszügen aus einem Interview des Magazins "People".

Der Präsident erklärte jedoch einschränkend: "In einer Welt, die so komplex ist, schließe ich keine Möglichkeit aus." Aber in Ländern wie dem Jemen oder Somalia sei seiner Ansicht nach eine Zusammenarbeit mit internationalen Partnern derzeit am wirkungsvollsten.

Der Präsident räumte zugleich ein, dass der Ableger der Terrororganisation im Jemen, "ein ernsteres Problem" geworden sei. In Ländern wie dem Jemen und Somalia sei es am effektivsten, mit internationalen Partnern zusammenzuarbeiten.

Nach dem fehlgeschlagenen Flugzeug-Anschlag von Detroit zu Weihnachten war bekanntgeworden, dass der verhinderte Attentäter im Jemen Kontakte zu El Kaida hatte. Angesichts einer schwachen Regierung in der Hauptstadt Sanaa nutzen islamische Extremisten das Land zunehmend als Basis. Experten gehen davon aus, dass sich mehrere hundert Al-Kaida-Kämpfer im Jemen verschanzt halten.

Zuvor hatten sich bereits US-Generalstabschef Admiral Mike Mullen und US-General David Petraeus gegen US-Soldaten im Jemen ausgesprochen. Auch der Terrorismusexperte des US- Heimatschutzministeriums, John Brennan, hatte erklärt, die USA hätten zurzeit keine Pläne zur Entsendung amerikanischer Soldaten in den Jemen.

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