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24.11.2014

08:42 Uhr

Kenia

Militär nimmt blutige Rache an Islamisten

Somalische Islamisten überfallen einen Bus in Kenia und töten jeden, der nicht aus dem Koran vorlesen kann. Das kenianische Militär verfolgt die Angreifer bis nach Somalia und tötet mehr als 100 der Islamisten.

Die Al-Shabaab-Miliz hatte einen Reisebus in ihre Gewalt gebracht und jeden Insassen erschossen, der nicht in der Lage war, Verse aus dem Koran zu lesen. dpa

Die Al-Shabaab-Miliz hatte einen Reisebus in ihre Gewalt gebracht und jeden Insassen erschossen, der nicht in der Lage war, Verse aus dem Koran zu lesen.

NairobiNach einem blutigen Überfall islamistischer Kämpfer auf einen Reisebus im Nordosten Kenias mit 28 Toten hat das Militär zurückgeschlagen und nach offizieller Darstellung über 100 Angehörige der Al-Shabaab-Miliz getötet. Das erklärte Vizepräsident William Ruto am Sonntagabend nach Angaben der Zeitung „Daily Nation“.

Nach seinen Angaben habe das Militär die Lager ausfindig gemacht, von denen aus die Radikalislamisten aus Somalia zu dem Überfall auf den Bus aufgebrochen waren. Beweise für diese Angaben seien nicht vorgelegt worden, berichtete das Blatt.

Das Militär habe auf das „abscheuliche Verbrechen“ rasch reagiert. „Ich kann Ihnen versichern, dass die für diesen Angriff Verantwortlichen nicht einmal mehr Zeit für ihr Abendessen hatten“, wurde Ruto zitiert. Bei dem Einsatz über die Grenze hinweg seien über 100 Islamisten getötet und insgesamt vier Stützpunkte zerstört worden.

Eine Gruppe der Al-Shabaab-Miliz hatte den Bus am Samstag im Bezirk Mandera zunächst in ihre Gewalt gebracht, sagte ein Behördensprecher der Deutschen Presse-Agentur. Dann hätten die Angreifer den Bus zur somalischen Grenze gefahren und jeden erschossen, der nicht in der Lage war, Verse aus dem Koran zu lesen. So wollten die Islamisten offensichtlich herausfinden, wer kein Muslim ist.

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Ahmed Abdi Godane war einen der meistgesuchten Terroristen der Welt. Bei einem US-Luftschlag soll der Kopf der somalischen Terrororganisation al-Shabaab ums Leben gekommen sein. Dem Einsatz ging jahrelange Arbeit voraus.

Der Bus war in die kenianische Hauptstadt Nairobi unterwegs. Unter den 60 Passagieren befanden sich nach Medienberichten auch Regierungsbeamte, Polizisten sowie Lehrer. Die Opfer, darunter mindestens sieben Frauen, seien mit Kopfschüssen umgebracht worden.

Im Bezirk Mandera gab es in der Vergangenheit immer wieder Anschläge der somalischen Al-Shabaab, die im Grenzgebiet ein wichtiges Rückzugsgebiet hat. Kenia unterstützt die somalische Regierung im Kampf gegen die Terroristen, die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündetet ist.

Die Al-Shabaab legt die islamische Rechtsprechung Scharia äußerst brutal aus. Immer wieder gibt es öffentliche Hinrichtungen. In Kenia sind die Christen in der Mehrheit, schätzungsweise jeder Fünfte ist Muslim.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Teito Klein

24.11.2014, 09:06 Uhr

Mit voller Härte
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Das Militär hat angeblich über 100 Terroristen getötet.
Wenn das stimmt, ist das ein Erfolg gegen den Terror.

Die Al-Shabaab-Miliz hat die Menschen brutal abgeschlachtet.
Und sie nutzt das Grenzgebiet als Rückzugsgebiet.

Herr Peter Krauss

24.11.2014, 12:32 Uhr

In Deutschland ist auch schon jeder 5. muslim.
Mal sehen wann die hier damit anfangen...

Herr Bernhard Ramseyer

24.11.2014, 14:17 Uhr

- „Ich kann Ihnen versichern, dass die für diesen Angriff Verantwortlichen nicht einmal mehr Zeit für ihr Abendessen hatten“, wurde Ruto zitiert. -

Wenn es stimmt, Daumen noch oben.

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