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24.09.2013

20:48 Uhr

Kenia

Präsident erklärt Geiseldrama für endgültig beendet

Nachdem lange Unklarheit herrschte, soll das Geiseldrama in einem Einkaufszentrum in Nairobi nun endgültig zu Ende sein. Mehr als 60 Zivilisten sollen ums Leben gekommen, elf Verdächtige festgenommen worden sein.

Bei dem Terroranschlag auf das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi kamen 67 Menschen ums Leben. AFP

Westgate-Anschlag 2013

Bei dem Terroranschlag auf das Westgate-Einkaufszentrum in Nairobi kamen 67 Menschen ums Leben.

Nairobi/Addis AbebaDas Geiseldrama in einem Einkaufszentrum in Nairobi ist nach fast 80 Stunden beendet - nach offiziellen Angaben starben bei dem Überfall islamistischer Terroristen mindestens 72 Menschen. „Wir haben die Angreifer geschlagen“, erklärte Präsident Uhuru Kenyatta am Dienstagabend in einer Fernsehansprache. „Aber unsere Verluste sind riesig.“ Die genaue Identität und die Zahl der Täter ist weiterhin unklar. Zu dem Angriff hatte sich die somalische Islamisten-Miliz Al-Shabaab bekannt.

Fünf der Angreifer seien bei der Militäroperation im Einkaufszentrum Westgate erschossen worden, sagte Kenyatta. Andere seien offenbar umgekommen, als Teile des Gebäudes einstürzten. Nach seinen Angaben wurden seit Beginn des Angriffs Samstagmittag mindestens 61 Zivilisten getötet, sechs Soldaten seien bei Gefechten mit den Terroristen ums Leben gekommen. Kenyatta rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

Beobachter rechnen damit, dass die Zahl der Opfer weiter steigen wird. Unter den Trümmern des teilweise eingefallenen Zentrums sollen weitere Leichen liegen. Dutzende Menschen werden immer noch vermisst. Bei dem Überfall mit Handgranaten und automatischen Schusswaffen waren neben zahlreichen Kenianern unter anderem Franzosen, Briten, Kanadier, Südafrikaner und US-Amerikaner ums Leben gekommen oder verletzt worden.

Elf Verdächtige wurden im Zusammenhang mit der Attacke festgenommen. Nicht mitgeteilt wurde, wo die Verdächtigen gefasst worden, ob es Angreifer oder mutmaßliche Helfer waren.

Kenias Außenministerin Amina Mohamed sagte, zwei oder drei junge Amerikaner im Alter von etwa 18 und 19 Jahren zählten zu den Angreifern. Die international gesuchte britische Terroristin Samantha Lewthwaite soll Berichten zufolge zu den Drahtziehern gehören.

US-Vertreter erklärten, sie prüften eine mögliche Verwicklung von amerikanischen Extremisten in das Geiseldrama. Die Al-Shabaab-Miliz dementierte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AP, dass eine Frau an der Attacke auf die Mall beteiligt gewesen sei. Da genügend junge Männer bereit seien, ihr Leben für die Sache Allahs und ihre Religion zu lassen, gebe es keinen Grund dafür, hieß es in einer E-Mail der Extremistengruppe.

Auch deutsche Islamisten kämpfen einem Experten zufolge für die brutale Terrorgruppe, die in Somalia einen Gottesstaat auf Grundlage der Scharia aufbauen will. „Ein deutscher Konvertit namens Andreas Khaled Müller ist immer noch als Shabaab-Kämpfer in Afrika“, sagte Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik im Interview mit der dpa. Gegen einen Verdächtigen, der für die Miliz gekämpft haben soll, laufe derzeit in Frankfurt ein Prozess.

„Wir sind schwer verwundet worden, aber wir waren mutig, vereint und stark“, betonte Kenyatta. Mit Blick auf die Täter erklärte der Staatschef: „Diese Feiglinge und ihre Komplizen werden zur Verantwortung gezogen, wo auch immer sie sind.“

Kommentare (1)

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24.09.2013, 23:42 Uhr

Das Schlimme am Islam sind nicht die (relativ) wenigen Terroristen, sondern die vielen (praktisch alle) anderen Moslems welche nichts gegen Hassprediger und deren Brut -eben die Terroristen- unternehmen, diese sogar noch beschützen.

In dieser Welt ist jeder verantwortlich für das was er tut, und genauso für das was er unterlässt. Das gilt auch für Moslems und das muss denen auch von uns gesagt werden wenn sie es nicht wissen.

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