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05.04.2015

14:02 Uhr

Khaleda Zia

Bangladeschs Oppositionsführerin darf Büro verlassen

Im Januar war Khaleda Zia in ihrem Büro festgesetzt worden. Nun durfte sie erstmals nach drei Monaten die Räume wieder verlassen – um an einem Verfahren gegen sie teilzunehmen.

Nach drei Monaten Arrest in ihrem Büro darf sich die Oppositionsführerin Bangladeschs erstmals wieder in der Öffentlichkeit zeigen. AFP

Khaleda Zia vor dem Gericht

Nach drei Monaten Arrest in ihrem Büro darf sich die Oppositionsführerin Bangladeschs erstmals wieder in der Öffentlichkeit zeigen.

DhakaBangladeschs Oppositionsführerin Khaleda Zia hat am Sonntag nach drei Monaten erstmals wieder ihr Büro verlassen, um an einer Anhörung in einem Korruptionsverfahren gegen sie teilzunehmen. Es sei das erste Mal, dass sie ihr Büro in Dhaka verlasse, seitdem sie dort am 3. Januar festgesetzt worden war, sagte ein Sprecher ihrer Bangladesh Nationalist Party (BNP). Sie hatte damals gedroht, eine riesige Protestkundgebung am ersten Jahrestag der umstrittenen Parlamentswahl vom 5. Januar 2014 anzuführen, die Ministerpräsidentin Sheikh Hasina gewonnen hatte.

Zia und Hasina sind in erbitterter Feindschaft verbunden und wechseln sich seit Jahren an der Regierungsspitze ab. Zias Partei hatte die Parlamentswahl 2014 boykottiert, weil sie Fälschungen fürchtete. Seit Anfang Januar stand Zia praktisch unter Hausarrest. Dies hinderte sie aber nicht daran, ihre Anhänger zur Blockade der Verkehrsmittel im Land aufzurufen, um ihre langjährige Rivalin Hasina zum Rücktritt zu zwingen. Die Transportblockade, bei der Oppositionsanhänger Brandsätze auf Busse und Lastwagen warfen, führte zu einer Eskalation der Gewalt mit mehr als 120 Toten.

Rund 15.000 Oppositionsanhänger und dutzende BNP-Führer wurden im Zuge des Versuchs der Regierung festgenommen, die Proteste zu beenden. Im März stellte ein Richter einen Haftbefehl gegen die BNP-Vorsitzende aus, nachdem sie wiederholt nicht zu Anhörungen im Korruptionsprozess erschienen war. Zia sieht die Vorwürfe, wonach sie während ihrer Regierungszeit von 2001 bis 2006 Geld einer Hilfsorganisation veruntreute, als politisch motiviert an. Ihr Erscheinen zu dem Prozess signalisiert aber eine gewisse Entspannung in der aktuellen politischen Krise.

Von

afp

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