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16.08.2011

16:02 Uhr

Kirgistan

Erste Präsidentenwahl nach dem Umsturz

Zum ersten Mal stehen in dem zentralasiatischen Land ordentliche Wahlen an. Für das Amt des Präsidenten treten im Herbst insgesamt 83 Bewerber an. Trotz aller Instabilität ist Kirgistan damit Vorreiter in der Region.

Amtsinhaberin Rosa Otunbajewa wird bei den ersten ordentlichen Wahlen nicht antreten. Quelle: Reuters

Amtsinhaberin Rosa Otunbajewa wird bei den ersten ordentlichen Wahlen nicht antreten.

83 Präsidentenkandidaten nach UmsturzZur ersten Präsidentenwahl nach dem Sturz des autoritären Staatschefs Kurmanbek Bakijew im zentralasiatischen Kirgistan haben sich 83 Kandidaten registrieren lassen. Bei dem Urnengang am 30. Oktober tritt auch Regierungschef Almasbek Atambajew an, wie Medien in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek am Dienstag meldeten.

Die Wahlkommission hatte zuvor die Registrierung für die Abstimmung abgeschlossen. Amtsinhaberin Rosa Otunbajewa hatte nach dem blutigen Umbruch in der Ex-Sowjetrepublik im April vorigen Jahres angekündigt, nicht zur ersten ordentlichen Wahl anzutreten. Die Lage in dem Hochgebirgsland an der Grenze zu China gilt weiter als extrem instabil. Unter den Bewerbern sind 16 Kandidaten einer Partei, die übrigen treten als Unabhängige an.

Experten erwarten einen ersten demokratischen Machtwechsel in dem Land. Otunbajewa hatte in der sonst von Diktatoren und Halbdiktatoren geführten Region Zentralasien erstmals eine parlamentarische Demokratie nach westlichem Vorbild eingeführt. Unter ihrer Führung war das Amt des Präsidenten geschwächt worden - zugunsten einer Stärkung des Parlaments und der Regierung. Allerdings erwarten Beobachter, dass der Wahlsieger versuchen wird, die Verfassung wieder für eine Stärkung des Präsidentenamtes zu ändern.

Von

dpa

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