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31.10.2011

14:31 Uhr

Kirgistan

Unregelmäßigkeiten bei Präsidentenwahl

Nach der Präsidentenwahl in Kirgistan hat sich Almasbek Atambajew zum Sieger erklärt. Nach offiziellen Angaben kam er auf 63 Prozent der Stimmen. Wahlbeobachter sprechen jedoch von Unregelmäßigkeiten.

Almasbek Atambajew hat sich zum Sieger der Wahlen erklärt. dpa

Almasbek Atambajew hat sich zum Sieger der Wahlen erklärt.

BischkekKirgistans pro-russischer Regierungschef Almasbek Atambajew hat sich zu Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Nach Auszählung nahezu aller Wahlzettel kam er am Montag nach offiziellen Angaben auf 63 Prozent der Stimmen. Das würde ausreichen, um einen zweiten Wahlgang zu vermeiden. Allerdings kam es nach Angaben von internationalen Wahlbeobachtern zu Unregelmäßigkeiten bei dem Urnengang am Sonntag. Zwei unterlegene Kandidaten kündigten an, einen Wahlsieg Atambajews anzufechten.

Anderthalb Jahre nach dem Sturz von Präsident Kurmanbek Bakijew hatten sich 16 Kandidaten in der einstigen Sowjet-Republik um die Nachfolge von Übergangspräsidentin Rosa Otunbajewa beworben. Sie scheidet Ende des Jahres aus dem Amt. Im neuen System hat der Ministerpräsident mehr Macht als der Präsident.

Mit Spannung beobachteten auch die Großmächte USA und Russland die Entwicklung in Kirgistan. Russen und Amerikaner unterhalten Luftwaffenstützpunkte in dem Land, das an Russland, China, Afghanistan und den Iran grenzt. Atambajew erklärte, er sei gegen einen Militärstützpunkt am Flughafen von Manas. Diesen nutzen die US-Truppen zur Versorgung ihrer Soldaten in Afghanistan. Der Vertrag dazu läuft 2014 aus.

Von

rtr

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