Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.05.2013

03:12 Uhr

Klarheit gefordert

Westerwelle will Beweise für Chemiewaffen-Einsatz sehen

In Washington hat sich der Tonfall zu Syrien geändert. Doch Bundesaußenminister Guido Westerwelle plädiert gegen vorschnelle Entscheidungen für einen Einsatz der internationalen Staatengemeinschaft.

Außenminister Westerwelle: „Werden weniger Menschen sterben, wenn mehr Waffen geliefert werden?“ dpa

Außenminister Westerwelle: „Werden weniger Menschen sterben, wenn mehr Waffen geliefert werden?“

Berlin/WashingtonAußenminister Guido Westerwelle hat dazu aufgerufen, Klarheit über einen möglichen Chemiewaffeneinsatz in Syrien zu schaffen. „Wer Beweise über den Einsatz dieser Waffen in Syrien hat, ist aufgerufen, sie offenzulegen und mit der internationalen Staatengemeinschaft zu teilen“, sagte Westerwelle der Zeitung „Welt“.

Diese Frage sei zu ernst, um zu spekulieren. Ein Einsatz solcher Waffen wäre ein schweres Verbrechen und in keiner Weise akzeptabel. Der Minister sprach sich zugleich gegen Waffenlieferungen an die syrischen Rebellen aus. „Werden weniger Menschen sterben, wenn mehr Waffen geliefert werden?“, fragte er.

Zuvor hatten die USA angekündigt, ihren bisherigen Widerstand gegen die Bewaffnung der Opposition in Syrien zu überdenken. Dies erklärte Verteidigungsminister Chuck Hagel am Donnerstag in Washington.

Westerwelle bei einem Treffen mit syrischen Oppositionsführern

Video: Westerwelle bei einem Treffen mit syrischen Oppositionsführern

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Eine Entscheidung in der Frage sei allerdings noch nicht gefallen. US-Präsident Barack Obama sagte bei einer Reise nach Mexiko, die USA sähen sich „alle Optionen“ an. Er signalisierte zudem, eine Entscheidung werde nicht übereilt getroffen.

Direkte Lieferungen an die Gegner des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad sind im Westen umstritten. Insbesondere wird befürchtet, dass radikale Islamisten dadurch an moderne Waffen gelangen könnten. Bei dem seit mehr als zwei Jahren anhaltenden Aufstand sind schätzungsweise mehr als 70.000 Menschen ums Leben gekommen.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

roterkaufmann

03.05.2013, 03:28 Uhr

natürlich gab es einen giftgas-einsatz in syrien. so wie damals es im irak die massenvernichtungswaffen gab und wie schon der angebliche angriff syriens auf die türkei deutsche truppen an der grenze legitimierte.

die weltöffentlichkeit soll mal wieder belogen und kriegsgründe geschaffen werden.

Frank3

03.05.2013, 06:06 Uhr

Westerwelle ZEIGT ABER MAL MUT !! KOMMT NUN DER MEDIENTODSCHLAG ÜBER ihn ???

Frank Fräödrich

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×