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20.12.2013

06:27 Uhr

Kleines Militärkontingent

USA schicken Soldaten in den Südsudan

Mit scharfen Worten hat Barack Obama ein Ende des Blutvergießens im Südsudan gefordert. Das Land stehe am Abgrund, erklärte der US-Präsident – und schickt zum Schutz seiner Landsleute Soldaten in das Krisengebiet.

Viele Menschen im Südsudan leiden unter den Gewaltexzessen in ihrem Land. Reuters

Viele Menschen im Südsudan leiden unter den Gewaltexzessen in ihrem Land.

WashingtonUS-Präsident Barack Obama hat ein kleines Militärkontingent in den Südsudan geschickt. Die 45 Soldaten seien für Kampfeinsätze ausgerüstet, ihre Aufgabe sei es aber, US-Bürger und Einrichtungen in dem afrikanischen Land zu beschützen, schrieb Obama in einen Brief an den Kongress. Die Soldaten, die am Mittwoch entsandt worden seien, würden so lange in dem Land bleiben, bis sich die Sicherheitslage gebessert habe.

Außerdem forderte der US-Präsident mit scharfen Worten ein Ende des Blutvergießens im Südsudan. Das Land stehe „am Abgrund“, erklärte er. Die jüngsten Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen drohten, den jungen Staat „in die dunklen Tage seiner Vergangenheit zurückzuwerfen“.

Die Gewalt, die nur dazu diene, „alte politische Rechnungen zu begleichen oder die Regierung zu destabilisieren“ müsse sofort aufhören, hieß es in Obamas deutlich formulierter Erklärung weiter. Alle Konfliktparteien müssten sich gegenseitig zuhören und in einen Dialog treten. Die Anführer des Landes müssten sich kompromissbereit zeigen.

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Die Unruhen im Südsudan hatten Anfang der Woche in der Hauptstadt Juba begonnen. In dem Konflikt stehen sich Soldaten von der größten Volksgruppe der Dinka – der Präsident Salva Kiir angehört – und Kämpfer des Nuer-Clans von Ex-Vizepräsident Riek Machar gegenüber. Die Regierung wirft Machar vor, einen Putschversuch angeführt zu haben. Dieser weist die Vorwürfe zurück.

Nach Uno-Angaben wurden seit Sonntag in Kämpfen bis zu 500 Menschen getötet, darunter auch drei indische Uno-Friedenssoldaten. 700 weitere Menschen seien verletzt worden, hieß es von der Regierung.

Kommentare (2)

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sharwes

20.12.2013, 10:05 Uhr

Die USA werden aktiv, wenn auch zunächst nur sehr beschränkt aber hey für alle die es noch nicht realisiert haben ... einfach mal googlen "Sudan Rohstoffe ÖL" :-)

kobold

20.12.2013, 11:36 Uhr

wenn du genau lesen würdest:UN-Einsatz..also auch die usa, genauso wie franzosen, deutsche, belgier und und und.. oder findest du es besser zu warten bis ein (neuer)flächenbrand entsteht?

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