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25.11.2011

15:50 Uhr

Klimagipfel in Südafrika

Politische Eiszeit verschärft die Erderwärmung

VonThomas Ludwig, Dietmar Neuerer, Klaus Stratmann

Der Uno-Klimagipfel in Durban ist schon gescheitert, ehe er begonnen hat. Niemand glaubt an einen Durchbruch. Die Arbeit an faulen Kompromissen, die man am Ende als Erfolg verkaufen könnte, läuft auf Hochtouren.

Eis in Groenland. Wenige Tage vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Südafrika fürchten viele Experten ein Scheitern der Verhandlungen. dapd

Eis in Groenland. Wenige Tage vor Beginn der UN-Klimakonferenz in Südafrika fürchten viele Experten ein Scheitern der Verhandlungen.

EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard sagte am Donnerstag genau das, was die Welt von ihr erwartete: Die EU werde sich beim am Montag beginnenden Klimagipfel in Durban dafür einsetzen, dass das Ende 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll zum weltweiten Klimaschutz eine Neuauflage erfahre. Allerdings, so schränkte sie ein, müssten wirtschaftsstarke Länder wie China, Indien und die USA klar machen, wann sie sich internationalen Strategien verbindlich anschließen wollten.

Da sie das zumindest in Durban nicht tun werden, wird der UN-Klimagipfel auch keine Fortsetzung des Kyoto-Protokolls beschließen können. Das Kyoto-Protokoll verpflichtet eine Reihe wichtiger Industriestaaten zu verbindlichen Emissionsreduktionen und läuft bis Ende 2012. Es ist der Schlüssel für effizienten Klimaschutz unter dem Dach der Vereinten Nationen.

Die Fronten sind so verhärtet wie seit Jahren. China will sich nicht zu verbindlichen Treibhausgasreduktionen verpflichten lassen. Das Land verweist auf die historische Schuld der Industriestaaten, die die Atmosphäre von Beginn der Industrialisierung an mit Treibhausgasemissionen belastet haben.

Aber auch Russland, Kanada und Japan ziehen nicht mit. Die US-Administration unter Barack Obama hatte das Thema Klimaschutz zwar ganz nach oben auf ihre Tagesordnung gerückt. Infolge massiven innenpolitischen Drucks ist sie inzwischen aber so gut wie handlungsunfähig. Niemand erwartet von den USA eine Führungsrolle im Klimaschutz oder gar eine Festlegung auf Reduktionen.

Auch Connie Hedegaard weiß das natürlich. Sie bringt daher - wie viele Politiker und Klimaschutzorganisationen - das Jahr 2015 ins Spiel. Wünschenswert sei es, jene Staaten, die sich bislang zurückhalten, bis 2015 mit an Bord zu bekommen, sagt Hedegaard.

Das Jahr 2015 entwickelt sich mehr und mehr zum Hoffnungswert des Uno-Verhandlungsprozesses. Weil niemand daran glaubt, dass es in Durban gelingen könnte, die Verständigung auf ein Kyoto-Folgeabkommen zu erreichen, will man den Verhandlungsprozess strecken, aber auf keinen Fall jäh enden lassen.

Klimaszenarien für Europa

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Kommentare (6)

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kleinerMann

25.11.2011, 14:36 Uhr

Wir haben kein Geld für diese Klimalüge! Hinten anstellen Ihr Ökofreaks!

Sabine

25.11.2011, 17:18 Uhr

Kein Wunder, dass nichts mehr bei solchen Klimaschwindlergipfeln rauskommt. Wer glaubt den Klimaschwindlern noch? Außer die Deutschen Politiker wohl niemand mehr.

cashca

25.11.2011, 17:35 Uhr

Chancen auf Zwei-Grad-Ziel schwinden
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klar schwinden die.Das Einzige was nicht schwindet, ist der weiterhin verbreitete Schwindel, der Mensch könnte den Klimawandel bestimmen, herbeiführen oder aufhalten.
Hören sie doch endlich mit dieser absurden Predigt auf, Der Mensch- oder die Regierung könnte das Klima "MACHEN".
Hören sie auf, die Menschen zu belügen.
Niemand kann das Klima machen, oder 2 Grad weniger bestellen--bei wem wollen sie denn das tun?
Das Klima wird woanders gemacht-Sonne-Erdachse-Magnetfelder Polverschiebungen u. dergleichen mehr. Also, alles Abläufe im Universum und hier hat der Mensch nicht die geringste Einflußmöglichkeit.Da wird Umweltschutz und Klimaschutz in einen Topf geworfen.
Wie wollen sie denn Abläufe im Universum-z.B. auf der Sonne verhindern? Das ist doch langsam erkennbar für jeden normal denkenden Menschen.Wielange wollen sie uns denn alle noch hinters Licht führen? Bis sie genügend abkassiert haben?
Klimaveränderungen gab es zu allen Zeiten und wird es zu allen kommenden Zeiten wieder geben.
Jeder, der sich aus Interesse mit Biophysik, mit dem Universum, mit den Sonnenzyklen u.s.w. beschäftigt, kann ihren Schmarren wirklich nicht glauben. Was waren da schon zweideutige Wissenschaftler am Werk- wenn ich schon Schellnhuber höre-und seine Getreuen , mit diesen absurden Hochrechnungen- nichts verläuft so, dann weiß man, welches bestellte Ergebniss verbreitet wird.
Wir haben uns an Veränderungen anzupassen und basta.
Ich habe damit kein Problem.Dann wird es halt wärmer, na und.
Eine Eiszeit wärte wesentlich bedrohlicher. Doch auch diese kann wieder irgendwann kommen.Der Mensch- hier die Klimaverschwörer in ihrem Machbarkeitswahn, fürchterlich.
Gar nichts werden sie dagegen machen können.

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