Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.12.2012

04:30 Uhr

Klimagipfel

Scheitern in Doha nicht ausgeschlossen

Bei der UN-Klimakonferenz hat sich auch in weiteren informellen Verhandlungsrunden in der Nacht zum Samstag keine Lösung abgezeichnet. Ein Hauptstreitpunkt war dabei offensichtlich das Thema Finanzen.

Delegierte beim Klimagipfel in Doha. Eine Einigung ist nicht in Sicht. AFP

Delegierte beim Klimagipfel in Doha. Eine Einigung ist nicht in Sicht.

DohaBeim UN-Klimagipfel in Doha haben die Minister angesichts schwieriger Verhandlungen eine Nachtrunde eingelegt. Bis zum frühen Samstagmorgen rangen die Minister stundenlang hinter verschlossenen Türen um ungewöhnlich viele ungelöste Punkte. Das öffentliche Plenum wurde um mehrere Stunden unterbrochen. Die Konferenzleitung verschob dessen Beginn auf 7.30 Uhr Ortszeit (5.30 Uhr MEZ). Ob die Minister bis dahin zu vorzeigbaren Ergebnissen gelangt sind, war fraglich. Zumindest aber wurde eine anschließende lange Debatte im Plenum erwartet. Ursprünglich sollte der Gipfel am Freitagabend enden.

Einer der Hauptknackpunkte war das Geld. Die Entwicklungsländer sind unzufrieden mit den bisher recht geringen Finanzzusagen für die Anpassung an den Klimawandel. Bislang haben nur weniger Länder, darunter auch Deutschland, finanzielle Hilfen für das kommende Jahr zugesichert. Zudem war unklar, wie bis 2020 die geplante Summe von 100 Milliarden Dollar jährlich für Klimahilfen zustande kommen soll.

Da die 194 Staaten am Ende dem Paket einstimmig zustimmen müssen, hängt von der Finanzfrage wiederum auch eine geplante Fortsetzung des Kyoto-Protokolls ab. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) war federführend an den Verhandlungen beteiligt, die katarische Konferenzleitung hatte ihn zu einem Chefverhandler auserkoren. Im „Beichtstuhlverfahren“ mussten die Länder Änderungswünsche bei ihm vortragen.

Unter anderem die USA blockieren neben schärferen Klimazielen in vielen Bereichen auch Fortschritte beim Thema Finanzen, wie Beobachtern berichteten. „Ich schließe ein Scheitern nicht aus“, sagte der Politische Leiter der Organisation Germanwatch, Christoph Bals, der Nachrichtenagentur dpa. Eigentlich seien viele Positionen nicht so weit auseinander, aber die Zeit laufe davon.

Die EU und einige weitere Staaten wollen sich mit einer Verlängerung des Kyoto-Protokolls bis 2020 weiter zu verbindlichen Treibhausgasminderungen verpflichten - allerdings war zunächst nicht geplant, dass die Ziele verschärft werden. Dies wäre nötig, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, was als noch tragbar für Mensch und Natur gilt. Ohnehin würden sich bei Kyoto II nur Länder zu neuen Klimazielen verpflichten, die 15 Prozent der globalen Emissionen ausstoßen. Ab 2020 soll es dann einen Weltklimavertrag geben für alle Länder - doch der Fahrplan hierzu ist auch noch unklar.

Von

dpa

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

08.12.2012, 07:30 Uhr

ich wünsche mir journalisten die themen kritisch hinterfragen.

die nasa hat die tage einen bericht veröffentlicht, es geht um satellitenmessung der wärmeabstrahlung der erde.
diese ist höher als die klimaalarmisten in ihren modellen geraten haben, damit sind sämtliche modelle und ihre ergebnisse nur noch müll.
und es geht noch nicht mal darum das seid 16 jahren die temperatur konstant ist. davor waren es 16jahre wo sie angestiegen ist, daraus würde dann die 4 oder 5 grad klimaveränderrung gezimmert. komplexe modelle in computern berechnet aufgrund von, was jetzt immer deutlicher wird, falschen annahmen.

die folgen sind der reinste 'ökoterror' bzw. geldverschwendung bis zum geht nicht mehr. von der stromerzeugung bis zur dämmung für häuser.

also bitte liebe journalisten fangt endlich an fragen zu stellen und selber zu denken....es wird zeit umzukehren.

Rechtsberatung

08.12.2012, 21:36 Uhr

Ich glaube nicht, daß das Handelsblatt-Forum ein Deklamationsort für Verschwörungstheoretiker und Klimaleugner sein sollte.

Machen Sie sich doch einfach fachlich ein wenig schlau und stellen sich sich mit Ihren "Argumenten" erstmal testhalber ihrem privaten Umfeld (falls Sie da ein paar diskussionswillige Fachleute auftreiben können....).

Dieses Ins-Unreine-Posten von als Pseudoenthüllungen maskiertem Bullshit geht einem jedenfalls gehörig auf den Keks..... :-(

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×