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16.07.2012

17:22 Uhr

Klimakonferenz

Merkel warnt vor den Folgen des Klimawandels

Die Bundeskanzlerin warnt vor den verheerenden Folgen der Erderwärmung, wenn die Welt sich nicht auf stärkere Klimaschutzzusagen einigt. Sie fordert endlich ein allgemein verbindliches Klimaabkommen.

Die Bundesregierung hat bei der internationalen Klimakonferenz in Berlin für ein neues allgemein verbindliches Klimaschutzabkommen geworben. dpa

Die Bundesregierung hat bei der internationalen Klimakonferenz in Berlin für ein neues allgemein verbindliches Klimaschutzabkommen geworben.

BerlinDie Bundesregierung hat bei der internationalen Klimakonferenz in Berlin für ein neues allgemein verbindliches Klimaschutzabkommen geworben. "Ein verbindliches Regelwerk klingt wie Musik in meinen Ohren, weil wir das bisher nicht hatten", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag beim Petersberger Klimadialog vor Vertretern aus mehr als 30 Staaten. Die Opposition kritisierte die Umsetzung der Energiewende.

Die "gute Nachricht" sei, dass die Klimakonferenz im südafrikanischen Durban die "Chance für ein allgemein gültiges Klimaabkommen" gegeben habe, sagte Merkel. Die "schlechte Nachricht" sei, dass das Kyoto-Protokoll in diesem Jahr auslaufe und es nicht geschafft worden sei, unmittelbar daran anzuschließen. Die Überbrückungszeit bis 2015 stelle "eine große Gefährdung" dar, sagte die Kanzlerin mit Blick auf das bis 2015 zu beschließende Nachfolgeabkommen, das ab dem Jahr 2020 wirksam werden soll.

In dieser Zeit könne "viel dazwischen passieren", wie die Erfahrungen mit der Wirtschafts- und Finanzkrise zeigten. Deshalb müssten auf der nächsten UN-Klimakonferenz in Doha und auf nachfolgenden Konferenzen "die notwendigen Erfolge" erzielt werden.

Zugleich forderte Merkel, offene Fragen zur zweiten Verpflichtungsphase des Kyoto-Protokolls zu klären, die bis 2020 Verringerungen der Treibhausgasemissionen der Industriestaaten vorsieht. Dies werde "eine Art Bewährungsprobe", mahnte die Kanzlerin. Wenn Industriestaaten in der Zwischenphase bis 2020 sich nicht an die Vereinbarungen hielten, könnten auch an die Schwellenländer keine hohen Erwartungen gerichtet werden, sagte Merkel und forderte ein "konsequentes Umdenken".

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Bereits im Vorfeld des Treffens zweifelt Umweltminister Altmaier an dessen Erfolg.

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) sagte bei der Konferenz in Berlin, es müsse sich in den Verhandlungen über ein neues Klimaschutzabkommen die Einsicht durchsetzen, "dass Klimaschutz nicht ein Hindernis, sondern ein sehr wichtiges Element und eine Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum" sei. Die Umweltpolitiker rief er auf, in den schwierigen Verhandlungen Vertrauen aufzubauen und um des Klimaschutzes willen nach Kompromissen zu suchen.

Mit den bisherigen Klimaschutzvereinbarungen zeigten sich Merkel und Altmaier unzufrieden. Die Maßnahmen reichten nicht aus, um die Erderwärmung unter zwei Grad zu halten, sagten die Kanzlerin und der Minister bei dem Klimadialog, der sich zum Ziel gesetzt hat, die nächste UN-Klimakonferenz im November in Katar vorzubereiten. Auch Katars Vizeregierungschef Abdullah bin Hamad al-Attijah rief die Teilnehmer zur Kompromissbereitschaft auf.

Die Opposition kritisierte die Klima- und Energiepolitik der Regierung. "Während die Kanzlerin erneut ehrgeizige Klimaschutzziele beschwört, räumt der gerade ins Amt gekommene Umweltminister das bevorstehende Scheitern der Energiewende ein", kritisierte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Weder der Netzausbau komme voran, noch werde an der Steigerung der Energieeffizienz gearbeitet.

Der Grünen-Klimaexperte Hermann Ott warf der Regierung vor, die Energiewende zu blockieren. Auch fehle bislang ein klares Bekenntnis dazu, die CO2-Emissionen bis 2020 um 30 Prozent und damit stärker zu senken als bislang vereinbart. Die Umwelt-Expertin der Linken, Eva Bulling Schröder, warf der Bundesregierung in diesem Zusammenhang "Unglaubwürdigkeit" vor.

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Von

dpa

Kommentare (10)

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Account gelöscht!

16.07.2012, 17:42 Uhr

Noch mehr Handel mit CO2-Emmisionnspapieren? Was genau soll das bringen?

Bei 14 Grad im Juli sollte wir uns etwas ins Zeug legen - diese Hitze ist ja kaum auszuhalten.

maui

16.07.2012, 17:47 Uhr

Als Erstes versaut die Pfarrerstochter das gesellschaftliche Klima in der gesamten EU durch ihre fanatischen Machtspielchen. Im Gegensatz zu Anselm Rothschild gehört der Dame bis heute kein Land, nicht einmal eine Bank sondern sie ist billiges Tool der Finanzjongleure.

Smokie2012

16.07.2012, 17:56 Uhr

Dann sollte Merkel sich am besten selbst abschalten. Denn ihre Warnungen sind vor allem heisse Luft.

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