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01.01.2010

08:00 Uhr

Klimapolitik

Klimaschutz bleibt auf der Agenda

VonKlaus Stratmann

Das Scheitern des Kopenhagener Gipfels bürdet der Welt für 2010 eine schwere Hypothek auf. Einige Fragen stellen sich grundsätzlich neu: Ist die Uno die richtige Institution, um sich des Themas anzunehmen und die drohende Klimakatastrophe abzuwenden? Und sind Alleingänge im Klimaschutz vertretbar? Eine Analyse.

Demonstranten machen ihrem Unmut über die Ergebnisse des Klimagipfels in Kopenhagen Luft. Wie kann die Staatengemeinschaft den Kampf gegen den Klimawandel künftig erfolgreicher gestalten? Quelle: dpa

Demonstranten machen ihrem Unmut über die Ergebnisse des Klimagipfels in Kopenhagen Luft. Wie kann die Staatengemeinschaft den Kampf gegen den Klimawandel künftig erfolgreicher gestalten?

BERLIN. Hat die Welt nach dem Debakel von Kopenhagen schon bald eine neue Chance, die Weichen für einen effizienten Klimaschutz zu stellen? Politiker und Fachleute loten die Möglichkeiten bereits aus. Allerdings sind die Wege, die zum Ziel führen könnten, umstritten.

Der Kopenhagener Klimagipfel war kurz vor Weihnachten kläglich gescheitert. Die Vertreter von 193 Staaten, darunter weit über 100 Staats- und Regierungschefs, hatten sich in der dänischen Hauptstadt nur auf einen Kompromiss geeinigt, der sie nicht zum Handeln zwingt. Die Staaten nahmen lediglich "zur Kenntnis", dass die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius im Vergleich zu vorindustrieller Zeit begrenzt bleiben sollte. Sie vereinbarten keine verbindlichen und kontrollierbaren Ziele zur Schadstoffreduzierung.

Umweltexperten fordern als Konsequenz eine Reform der Klimakonferenzen. Die Gipfel müssten schlanker werden, sagt etwa der Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Ottmar Edenhofer. Man dürfe nicht das ganze Gewicht der Verantwortung auf die Schultern der Uno legen. Beim Klimaschutz müsse es ergänzende Prozesse geben, etwa auf transatlantischer Ebene oder im Rahmen der G20.

Bundesregierung will alle mitreden lassen

Die Bundesregierung lehnt allerdings Forderungen ab, Entscheidungen zum Klimaschutz künftig in einem völlig anderen Rahmen zu treffen. Auch wenn es mühsam sei, am Ende müsse eine Lösung "unter dem Dach der Uno" gefunden werden. Parallel werde ja auch jetzt schon in anderen Formaten über den Klimaschutz beraten, etwa im Kreise der G8- und der G20-Staaten. Das soll nach Auffassung der Bundesregierung zwar auch künftig so sein. Grundsätzlich lasse sich das Thema Erderwärmung aber nur durch eine globale Herangehensweise in den Griff bekommen.

Auf der Ebene der Vereinten Nationen geht der Verhandlungsprozess im neuen Jahr weiter. Im Juni steht eine Ministerkonferenz auf dem Programm, die in Bonn stattfinden wird. Bis dahin muss geklärt werden, welche Länder zu neuen Zugeständnissen bereit sind. Die Aufmerksamkeit richtet sich dabei ganz besonders auf die USA. Gelingt es Präsident Barack Obama, die nationale Klimagesetzgebung über die parlamentarischen Hürden zu hieven? Wenn ja, könnten die Amerikaner bei den künftigen Klimakonferenzen wesentlich kraftvoller auftreten - und damit womöglich auch China aus der Reserve locken.

Kommentare (3)

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Klaus Ermecke

01.01.2010, 10:32 Uhr

Der "Klimaschutz" ist kein politisches Programm zum Schutz des "Klimas", sondern zur Errichtung eines weltweiten Regimes der Abzocke und Drangsalierung von bürgern und Wirtschaft. Deshalb muß sich das Handelsblatt fragen lassen, warum diese Zeitung, deren Leserschaft gerade vor allem aus Führungskräften dieser Wirtschaft besteht, weiterhin mit Klimapropaganda eingedeckt wird. Wir haben - mit Unterstützung von etwa einem Dutzend maßgeblicher Physiker, Meteorologen und anderer Fachwissenschaftler, unter dem Namen "Rettung vor den Klimarettern" eine kompakte Studie geschrieben, in der wir aufzeigen, daß eine Erderwärmung durch CO2 physikalisch gar nicht möglich ist, weil der Erde die für die dann stattfindende verstärkte Kühlung die notwendige Energie fehlt. Diese Studie wurde der Chefredaktion des Handelsblatts am 13.12. zugeleitet. Warum erfährt die Leserschaft ihrer Zeitung davon nichts, sondern nur den Stuß aus Potsdam?

Klaus Ermecke
KE Research
Oberhaching

Alfred

01.01.2010, 10:46 Uhr

Es ist beschämend für die Redaktion des Handelsblatt überhaupt so einen Artikel zu veröffentlichen !
Sind den alle Redakteure schon gekauft oder nur dumm ?
Das Thema Klimaschutz ist ist keines !
Es ist generierte Lüge, Kontrolle und Abzockerei

Alfred

02.01.2010, 09:59 Uhr

Leider glauben immer noch viele Menschen sie wären "Schuld" an einem Klimawandel.
Aber das ist ja nicht die einzige Front an der die Menscheit belogen wird.
Es stehen und SEHR unruhige und schlechte Jahre bevor....

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