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10.11.2014

09:20 Uhr

Klimawandel

Australien kappt Investition in Energiewende

Australien investiert 70 Prozent weniger in saubere Energie, als erstes Land hat es eine Kohlendioxidsteuer wieder abgeschafft. Der australische Klimarat wirft Premierminister Tony Abbott Versäumnisse vor.

Der australische Premierminister Tony Abbott hat deutlich gemacht, dass er dem Thema Klimawandel keinen breiten Raum einräumen will. dpa

Der australische Premierminister Tony Abbott hat deutlich gemacht, dass er dem Thema Klimawandel keinen breiten Raum einräumen will.

SydneyDie Investitionen in saubere Energie sind in Australien nach Angaben von Klimaschutz-Spezialisten in diesem Jahr um 70 Prozent zurückgegangen. Der Klimarat macht dafür unklare politische Vorgaben verantwortlich, wie er in einer neuen Studie am Montag schreibt.

Der von Spenden finanzierte Klimarat wurde von Wissenschaftlern der früheren staatlichen Klimakommission gegründet, die die konservative Regierung von Premierminister Tony Abbott nach Amtsantritt im vergangenen Jahr abschaffte.

„Wir hinken der ganzen Welt hinterher“, sagte der Vorsitzende, Tim Flannery, dem Rundfunksender ABC. Australien hat in diesem Jahr als erstes Land der Welt eine schon eingeführte Kohlendioxidsteuer wieder abgeschafft. Das Argument: sie sei schlecht für das Geschäft.

Abbott ist Gastgeber der Gipfeltreffens der wichtigsten Industrie und Schwellenländer. Sie tagen kommendes Wochenende in Brisbane an der australischen Ostküste. Er hat deutlich gemacht, dass er dem Thema Klimawandel keinen breiten Raum einräumen will. Nach vorläufigen Entwürfen soll es in der Abschlusserklärung nur mit einem Satz vorkommen.

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Von

dpa

Kommentare (3)

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Herr Jens Muche

10.11.2014, 11:33 Uhr

„...Premierminister Tony Abbott hat deutlich gemacht, dass er dem Thema Klimawandel keinen breiten Raum einräumen will.“

Der Mann scheint über einen gesunden Menschenverstand zu verfügen. Während hier in Deutschland in jedem Jahr Milliarden Euro für „die Rettung des Klimas“ verbrannt werden und sich Politiker tatsächlich einbilden das Klima in irgendeiner Weise beeinflussen zu können, mach die Australische Regierung einfach die Kasse zu. Bravo.
Das dem „Klimarat“ das nicht paßt, ist ebenfalls klar, denn nun hat er keinerlei Reputation mehr. Das Klima ändert sich, keine Frage, denn es ändert sich seitdem es Klima auf der Erde gibt, kein Politiker wird das verhindern, es sei denn, er schaltet die Sonne ab. Das Geld, das hier in D dafür verbrannt wird, wäre in die Infrastruktur besser investiert.

Herr Otto Pankrath

10.11.2014, 12:45 Uhr

wenn Sie den uns Menschen hervorgerufenen Klimawandel noch immer leugnen, sollten Sie vielleicht nach Australien oder die USA auswandern, (...)
Falls es Ihnen nicht aufgefallen ist, haben in den letzten Jahren Umweltkatastrophen stark zugenommen.
Mit den erneuerbaren Energien werden viele (zukunftsfähige) Arbeitsplätze geschaffen und investiertes Geld bleibt in Deutschland. Wir können wesentlich unabhängiger von Energie-Importen werden.
Die Art, wie in Deutschland Infrastrukturaufträge vergeben werden, sollte aber tatsächlich überdacht werden.
Ebenso sollte Überdacht werden, ob die viel teureren offshore anlagen weiter ausgebaut werden müssen und ob sie gegenüber onshore Anlagen wirtschaftlich sinnvoll sind...

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Herr Jens Muche

10.11.2014, 17:36 Uhr

@ Otto Pankrath „.wenn Sie den uns Menschen hervorgerufenen Klimawandel noch immer leugnen,.“
Der von Ihnen propagierte „von Menschen hervorgerufene Klimawandel“ ist eine vom IPCC aufgestellte Hypothese, weiter nichts. Hypothese, weil jeder wissenschaftliche Beweis dazu fehlt.

„Mit den erneuerbaren Energien werden viele (zukunftsfähige) Arbeitsplätze geschaffen und investiertes Geld bleibt in Deutschland.“

Jeder dieser „zukunftsfähigen Arbeitsplätze“ wird von den Stromkunden p/a mit 30000€ subventioniert. Die sogenannten „erneuerbaren Energien“ verschlingen in diesem Jahr 24.000.000.00€ = 24 Milliarden € und bewirken bei jedem Bürger eine Zusatzausgabe von 300€ für nichts, Tendenz steigend. Die sogenannten „erneuerbaren Energien“ bewirken zudem, das der CO2 Ausstoß, der ja durch die Uralttechnik Windmühle, Solarplatte und Faulgas, verhindert werden sollte, das er um Millionen Tonnen gestiegen ist. Ursache dafür ist, daß diese fluktuative durch Uralttechnik hergestellte Energie Einspeisevorrang hat und durch ihre Unstetigkeit Netzschwankungen verursacht, die von den Netzwarten durch herauf oder herunterfahren der konventionellen Kraftwerke, ausgeglichen werden muß. Erklären Sie doch einmal, weshalb die „zukunftsfähigen Arbeitsplätze“ seit über 25 Jahren immer noch subventioniert werden müssen.

„Wir können wesentlich unabhängiger von Energie-Importen werden.“

Offensichtlich wissen Sie nicht, wie ein Drehstromstromnetz funktioniert. Für jede MWh „erneuerbare Energie“ müssen 0,8MWh Backup bereitgestellt werden.

„...ob die viel teureren offshore anlagen weiter ausgebaut werden müssen...“

Darüber brauchen Sie sich keine Gedanken zu machen, der erste Windpark, Bart 2 ist schon insolvent und in Cuxhafen stehen die Stahlsockel für diese Anlagen an dem Pier herum und verrosten.

Wind an der S-H Ostküste z.Zt. 07m/s. Eine Windmühle beginnt mit der Stromproduktion ab 5,5m/s.
Wer einen Industriestandort wie D mit fluktuativer Energie betreiben will, hat schon verloren

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