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15.04.2012

21:38 Uhr

Klimawandel

Merkel soll polnische Blockade lösen

Fast alle EU-Staaten wollen ihre CO2-Emissionen noch stärker senken, als bisher. Nur Polen wehrt sich gegen die Reduzierung. Das Umweltbundesamt will, dass sich die Kanzlerin einschaltet.

Ein Viertel statt ein Fünftel weniger CO2 soll ausströmen. dpa

Ein Viertel statt ein Fünftel weniger CO2 soll ausströmen.

BerlinIm Streit um die Verschärfung der europäischen Klimapolitik hat der Chef des Umweltbundesamts (UBA) Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aufgefordert, sich um die Blockadehaltung Polens zu kümmern. „Der Konflikt ist auf der Ebene der Umweltpolitik allein nicht mehr zu lösen“, sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth, der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Montagsausgabe). Dies müsse auf höherer Ebene, der der Staats- und Regierungschefs, angegangen werden, forderte Flasbarth.

Statt wie bisher um 20 Prozent sollen die Kohlendioxidemissionen nach dem Willen von 26 der 27 EU-Mitgliedstaaten um 25 Prozent (gegenüber 1990) gesenkt werden. Nur Polen sperrt sich dagegen. Die EU-Umweltminister beraten dem Bericht zufolge in dieser Woche über den Konflikt.

Flasbarth äußerte zwar angesichts der kohlelastigen Stromerzeugung Verständnis für die polnische Position: „Wir müssen mit Polen gemeinsam Lösungen suchen, die Klimaschutzziele zu erhöhen.“ Der Innovationsdruck müsse aber für alle Staaten bestehen bleiben.

Den zum Vorjahr auf weniger als sieben Euro je Tonne halbierten CO2-Preis hält Flasbarth für zu niedrig. Er sei ein Beleg dafür, dass das Klimaschutzziel nicht ambitioniert genug war, sagte er der „FAZ“.

Von

afp

Kommentare (7)

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vandale

16.04.2012, 10:41 Uhr

Ausserhalb Europas ist die ökologische Legende der CO2 Klimahölle mittlerweile ziemlich am Ende. Die USA hatten das Kyoto Protokoll nie ratifiziert. Mittlerweile soll es keinen Abgeorneten der Republikanischen Mehrheitsfraktion geben der an den Klimawandel glaubt. In den jungen Industriestaaten Asiens und traditionell ökoignoranten Staaten wie Saudi Arabien und Russland war dieser Glaube nie populär. Andere Staaten wie Kanada und Japan haben das Kyoto Protokoll gekündigt, oder angekündigt das Nachfolgeprotokoll nicht zu unterzeichnen.

Jetzt fangen auch die Europäischen Staaten an diese Legende in Frage zu stellen. Ich vermute, dass man Polen nochmals mit Deutschem Geld überzeugen wird.

Vandale

Der_Henker

16.04.2012, 11:08 Uhr

AKW sind der beste Umweltschutz !Hier werden keine schädlichen Emissionen in die Umwelt transferiert .Alle Welt baut auf Atomstrom,nur Merkel muß wieder aus der Reihe
tanzen ,damit sie ihre Macht weiter ausspielen kann .
Aber sie hat falsch gehandelt ,Deutschland muß jetzt die
umweltschädlichen Kohlekraftwerke anfahren ,alles nur noch Schwachsinn .

Windmühlen u, Sonnenspiegel sollen jetzt die Welt retten
aber bestimmt nicht in der heutigen Zeit .

Als Konsequenz wird die Industrie in Länder abwandern wo noch AKW betrieben werden u. die Stromkosten bezahlbar
bleiben.

Nach Merkel-Abtritt werden neue AKW in DE gebaut und betrieben ,anders ist der hohe Strombedarf nicht zu realisieren .

Merkelmacht ist falsche Politik .Deutschland braucht
keine Machtpolitiker sondern realistische ,alternative
Volkspolitiker .

2013 ist Merkel Vergangenheit !

HeupelGerhard

16.04.2012, 12:29 Uhr

Polen hat wenig Interesse an der CO2- Reduzierung.Man will nur EU-Gelder abkassieren. Polen hat seit 2004 ca. 70 Milliarden Euro an Zuschüssen erhalten. Tusk möchte nochmals 40 Milliarden bekommen. EU-Auflagen werden nur widerwillig oder gar nicht umgesetzt. Tag und Nacht rauchen die Schornsteine in gelber und schwarzer Farbe. Man möchte seine AKW's und die Schiefergas-Gewinnung mit EU-Mittel finnanzieren und seinen Strom an Deutschland verkaufen. Dagegen sollte sich die deutsche Regierung rechtzeitig aussprechen. Somit scheitern die polnische Finanzierungspläne bereits im Vorfeld. Kein private Investoren werden die Atomenergie in Polen oder anderen Ländern unterstützen. Tusk stellt die Weichen für die Zukunft Polens falsch. Leider.

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