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06.06.2014

07:13 Uhr

Kommissionspräsident

Juncker will mit den Briten reden

Das Volk hat gewählt, aber die Wahl ist noch offen. Jean-Claude Juncker kämpft um das Amt des EU-Kommissionspräsidenten. Dafür will er nun sogar mit den Briten reden, die die Berufung Junckers bisher ablehnen.

Wird er Europas künftiger Kommissionspräsident? Jean-Claude Juncker muss auch nach der Wahl noch kämpfen. Reuters

Wird er Europas künftiger Kommissionspräsident? Jean-Claude Juncker muss auch nach der Wahl noch kämpfen.

BerlinDer Spitzenkandidat für die Europäische Volkspartei bei der Europawahl, Jean-Claude Juncker, will nach einem Medienbericht mit der britischen Regierung über seine Nominierung und seine Pläne als künftiger EU-Kommissionspräsident sprechen. Laut einem Bericht der „Bild“-Zeitung (Freitag) erklärte Juncker nach Angaben von Teilnehmern vor der EVP-Fraktion des EU-Parlaments zugleich weiter: „Aber ich werde nicht auf die Knie fallen vor den Briten“. Bisher habe es keine Gesprächsangebote der Briten von offizieller Seite gegeben, sagte Juncker weiter. London lehnt die Berufung Junckers zum Kommissionspräsidenten ab.

Meilensteine der EU

25. März 1957

Die Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlanden schließen die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM).

1968

Die Länder der EWG vollenden den Binnenmarkt und schaffen alle Zölle auf gegenseitige Exporte und Importe ab.

1. Januar 1973

Dänemark, Irland, Großbritannien und Nordirland treten der EWG und EURATOM bei.

1. Januar 1981

Griechenland tritt der EWG bei.

1. Januar 1986

Portugal und Spanien treten der EWG bei.

7. Februar 1992

Maastrichter Vertrag über die Europäische Union. Die europäische Zusammenarbeit wird über die Politik hinaus auf Bildung, Kultur, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Industrie, Entwicklungshilfe, Außen- und Sicherheitspolitik, Justiz und Inneres erweitert. Außerdem wird die Gründung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro beschlossen.

1. Januar 1995

Österreich, Schweden und Finnland treten der Europäischen Union bei.

16 März 1995

Inkrafttreten des Schengener Abkommens über den Wegfall der Personenkontrollen an den Binnengrenzen.

1. Januar 1999

11 EU-Länder führen die Gemeinschaftswährung Euro ein – darunter Deutschland. Zunächst als Buchgeld, ab 1. Januar 2001 mit eigenen Münzen und Scheinen.

1. Mai 2004

Die EU erweitert sich nach Osten und nimmt Polen, Tschechien, Ungarn die Slowakei, Slowenien und die drei baltischen Staaten auf. Außerdem treten Zypern und Malta der EU bei.

1. Januar 2007

Bulgarien und Rumänien werden EU-Mitglied.

10. Dezember 2012

Die EU erhält den Friedensnobelpreis wegen ihres Beitrags zur Förderung von Frieden, Versöhnung und Demokratie.

In der Sitzung der EVP-Fraktion habe er zugleich vor der Gefahr gewarnt, dass die sich inzwischen abzeichnende EU-Kommission unter seiner Führung im EU-Parlament durchfallen könnte. Er habe „die Sorge“, dass zu wenige Frauen von den EU-Ländern nominiert würden und die Kommission deshalb vom EU-Parlament abgelehnt werden könnte. Bisher seien erst bis zu fünf Frauen als Kommissarinnen im Gespräch. Das sei weit weniger als in der bisherigen Kommission. Ihr gehören neun Frauen an.

Von

dpa

Kommentare (1)

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06.06.2014, 11:45 Uhr

Ein selbsternannter Lügner ist für die EU nicht tragbar. Es gibt Alternativen!

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