Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

16.07.2014

08:53 Uhr

Kommissionspräsident

Schulz gegen britischen Kandidaten

Hill schlägt hohe Wellen: Martin Schulz zeigt sich bei der Wahl des EU-Kommissionspräsidenten über den britischen Vorschlag Lord Jonathan Hill verärgert. Der ist bekannt für seine europaskeptischen Ansichten.

Kandidaten für den Kommissionsposten unter sich: Jean-Claude Juncker (l.) und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz. AFP

Kandidaten für den Kommissionsposten unter sich: Jean-Claude Juncker (l.) und EU-Parlamentspräsident Martin Schulz.

BrüsselEU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat sich skeptisch zum britischen EU-Kommissions-Kandidaten Lord Jonathan Hill geäußert. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hill mit seinen radikalen antieuropäischen Ansichten, sofern er sie haben sollte, im Europaparlament eine Mehrheit bekommt“, sagte Parlamentspräsident Martin Schulz dem Deutschlandfunk am Mittwoch. Eine Ablehnung sei „nicht auszuschließen“.

Das Parlament werde Hill vorurteilsfrei begegnen. „Ob Herr Hill vorurteilsfrei an uns herangeht, das wird sich dann zeigen und davon wird sicher abhängen, ob er eine Mehrheit bekommt“, sagte Schulz. Zugleich verlangte er von den Staats- und Regierungschefs, die am Mittwochabend in Brüssel zu einem EU-Gipfel in Brüssel zusammentreffen, eine höhere Zahl von Frauen als Kandidaten für die nächste EU-Kommission vorzuschlagen.

Meilensteine der EU

25. März 1957

Die Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg und die Niederlanden schließen die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM).

1968

Die Länder der EWG vollenden den Binnenmarkt und schaffen alle Zölle auf gegenseitige Exporte und Importe ab.

1. Januar 1973

Dänemark, Irland, Großbritannien und Nordirland treten der EWG und EURATOM bei.

1. Januar 1981

Griechenland tritt der EWG bei.

1. Januar 1986

Portugal und Spanien treten der EWG bei.

7. Februar 1992

Maastrichter Vertrag über die Europäische Union. Die europäische Zusammenarbeit wird über die Politik hinaus auf Bildung, Kultur, Gesundheitswesen, Verbraucherschutz, Industrie, Entwicklungshilfe, Außen- und Sicherheitspolitik, Justiz und Inneres erweitert. Außerdem wird die Gründung der europäischen Gemeinschaftswährung Euro beschlossen.

1. Januar 1995

Österreich, Schweden und Finnland treten der Europäischen Union bei.

16 März 1995

Inkrafttreten des Schengener Abkommens über den Wegfall der Personenkontrollen an den Binnengrenzen.

1. Januar 1999

11 EU-Länder führen die Gemeinschaftswährung Euro ein – darunter Deutschland. Zunächst als Buchgeld, ab 1. Januar 2001 mit eigenen Münzen und Scheinen.

1. Mai 2004

Die EU erweitert sich nach Osten und nimmt Polen, Tschechien, Ungarn die Slowakei, Slowenien und die drei baltischen Staaten auf. Außerdem treten Zypern und Malta der EU bei.

1. Januar 2007

Bulgarien und Rumänien werden EU-Mitglied.

10. Dezember 2012

Die EU erhält den Friedensnobelpreis wegen ihres Beitrags zur Förderung von Frieden, Versöhnung und Demokratie.

„Ein 28-köpfiges Gremium, in dem es drei Frauen gibt, kriegt im Europaparlament sicher keine Mehrheit“, unterstrich er. Bislang sind nur drei Frauen als Kandidaten für die Kommission benannt worden. Auch Deutschland will mit dem bisherigen Energiekommissar Günther Oettinger erneut einen Mann in die Kommission entsenden.

Schulz wandte sich zudem gegen Forderungen, die Gespräche über ein transatlantisches Freihandelsabkommen zwischen EU und den USA wegen der Ausspähaktivitäten von US-Geheimdiensten auszusetzen. Wenn das Verhandlungsergebnis am Ende nicht stimme, werde es ohnehin keine Mehrheit im Europäischen Parlament oder anderswo bekommen. Dem am Vortag vom Parlament gewählten EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker bescheinigte Schulz, ein überzeugendes Reformprogramm vorgelegt zu haben

Von

rtr

Kommentare (6)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

16.07.2014, 09:44 Uhr

Diese EU ist und bleibt ein Diktatur Verein!
Vielfalt und Meinungsfreiheit ist in dieser EU-Diktatur unerwünscht!
Da braucht sich niemand mehr zu wundern, wenn das europäische Volk immer lauter und aggresiver gegen diese EU-Diktatoren in Staßburg und Brüssel stimmt!
Einfach nur noch ekelhaft und volksfeindlich diese Ansichten von Martin Schulz (SPD-Deutschland) und Sven Giegold (Grüne-Deutschland)!
Die neuen Öko-Sozialisten (NS) in einer neuen
EU (Hitler)-Diktatur.

Herr Peter Kock

16.07.2014, 10:26 Uhr

England arbeitet ausnahmslos für sich und seine Vorteile mehr tun sie nicht.

Frau Margrit Steer

16.07.2014, 12:02 Uhr

Das Frauen-Geschwätz ist kaum noch zu ertragen.
Wann begreift auch Her Schulz mal, dass es egal ist, wer was wird, gut muß derjenige/diejenige sein.
Und leider sehe ich in der gesamen Politik nicht gerade gute Frauen.
Im Gegenteil, je mehr Frauen, desto schlechter ist unsere Politik geworden

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×