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23.03.2014

21:29 Uhr

Kommunalwahlen in Frankreich

Wahlerfolg für rechtsextreme Front National

Rechtsruck in Frankreich: „Die Franzosen habe sich ihre Freiheit wiedergeholt“, triumphiert Marine Le Pen angesichts erster Prognosen. Das Votum ist auch ein Stimmungstest für die Regierung unter Präsident Hollande.

Die rechte Parteichefin Marine Le Pen und Generalsekretär Steve Briois verzeichnen einen großen Wahlerfolg. ap

Die rechte Parteichefin Marine Le Pen und Generalsekretär Steve Briois verzeichnen einen großen Wahlerfolg.

ParisMit teils deutlichen Erfolgen für die rechtsextreme Front National und die konservative Opposition haben die Wähler in Frankreich der sozialistischen Regierung unter Präsident François Hollande einen Denkzettel verpasst. Bei der ersten Runde der Kommunalwahlen am Sonntag lagen die Konservativen nach ersten Hochrechnungen mit rund 48 Prozent vor der Linken, die auf 43 Prozent der Stimmen kam. Die Front National landete danach landesweit bei 7 Prozent.

Im nordfranzösischen Hénin-Beaumont lag der FN-Kandidat Steeve Briois am Sonntag mit 49 Prozent in Front. Auch in Béziers, Avignon oder Perpignan sah das Institut Ipsos-Steria die Rechtsextremen vorn. FN-Chefin Marine Le Pen wertete die Ergebnisse bereits als Auflösung der Vormachtstellung zweier Blöcke in Frankreich.

Regierungssprecherin Najat-Vallaud Belkacem kündigte an, die Sozialisten würden alles tun, um zu verhindern, dass ein FN-Kandidat eine Gemeinde gewinnt. Für die Partei Hollandes standen laut Hochrechnungen einige Städte auf der Kippe, darunter Reims, Saint Etienne, Amiens und Pau.

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Am Sonntag finden in Frankreich Kommunalwahlen statt. Eines steht dabei bereits fest: Erstmals in der Geschichte wird eine Frau neues Stadtoberhaupt in Paris. Das Wahlsystem kommt der Sozialistin Hidalgo entgegen.

Wie erwartet zeichnete sich ein Rückgang der Wahlbeteiligung ab. Sie könnte nach den Berechnung bei 60 Prozent liegen, 2008 waren es noch 66,5 Prozent. Die Wahl galt vor dem Hintergrund schlechter Wirtschaftswerte und Rekordarbeitslosigkeit als Stimmungstest für die Regierung von Präsident Hollande.

Auch die konservative UMP stand zuletzt wegen innerparteilicher Streitereien und Affären in der Kritik. UMP-Chef Jean-François Copé, der den ersten Wahlgang in Meaux mit 64 Prozent für sich entscheiden konnte, sah mit Blick auf Erfolge seiner Partei die Grundlage für einen „großen Erfolg“ im zweiten Wahlgang am kommenden Sonntag geschaffen.

Kommentare (5)

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24.03.2014, 08:00 Uhr

Was hat man sich von Hollande versprochen
und warum ?
Versprach er doch allen alles,er wollte Gewählt werden und beschwor das Schlaraffenland herauf, jeder hätte was zu erwarten wenn man doch nur die Sozialisten wählt .
Nun ist die Ernüchterung eingetreten ,man sieht das nichts eingetreten ist was Hollande allen versprach ,ja dass sogar die Arbeitslosigkeit stieg, der Sozialabbau sich ausbreitet und von versprochenen Schlaraffenland nur das Armenhaus übrig bleibt .
Klar, nun will man Veränderung , nun will man eine schnelle. ja radikale Veränderung und dazu ist die NF genau richtig , so der Eindruck der Wähler .
Wir sollten uns vor allem hüten was Sozialisten sein wollen, gerade Deutschland hat bereits mehrfach negative Geschichte mit einer Sozialistischen Regierung geschrieben !!!

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24.03.2014, 11:50 Uhr

Das dürfte ein Vorgeschmack auf die Europawahlen in Frankreich sein. Ich ahne nichts Gutes, auch wenn ich an Großbritannien, Niederlande, Italien, Griechenland, Österreich, Ungarn, Spanien etc. denke. Selbst die deutsche AfD wird stark ins Parlament einziehen. Für alles das hat die EU-Politik ohne Bürgernähe und ohne Demokratieverständnis geführt. Zum Schaden aller. Nicht zuletzt spielt auch das dilettantische Verhalten Brüssels in der Ukrainekonfrontation eine wichtige Rolle. Kriegstreiber wollen die EU-Bürger nicht.

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24.03.2014, 12:20 Uhr

Die Franzosen sind mit Hollande unzufrieden und das kann doch nicht Überraschend sein. Wähle einen Sozialisten und mit dem Staat geht es abwärts. Das der einzige Aufschwung in Frankreich die Zunahme der Armutseinwanderung ist, stört viele Franzosen. Sie können aber als freiheitliches Land ja auch wählen wen sie wollen. Anders bei unseren 5 sozialistischen Parteien
sie sind in einen Machtblock eingebunden ala SED und lassen niemand anderes zu.

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