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01.02.2016

14:06 Uhr

Konflikt im Nahen Osten

Zäh, schwierig, Syrien-Gespräche

Eigentlich wollte der Uno-Gesandte de Mistura heute mit Syriens Regimechef Assad verhandeln. Doch daraus wird nun nichts. Dafür kündigt Russland für morgen Verhandlungen mit den USA und der Uno an.

Journalisten am Uno-Sitz in Genf: Die Gespräche mit Syriens Regimechef Assad und der Opposition verlaufen zäh. dpa

Warten auf die Syrien-Friedensgespräche

Journalisten am Uno-Sitz in Genf: Die Gespräche mit Syriens Regimechef Assad und der Opposition verlaufen zäh.

GenfDie indirekten Friedensverhandlungen für Syrien werden voraussichtlich verschoben. Es sei unwahrscheinlich, dass die Gespräche noch am Montag weitergingen, sagte die Sprecherin des Uno-Sondergesandten Staffan de Mistura. Zuvor hatte sie erklärt, de Misturas für Montag geplantes Treffen mit Vertretern der Regierung von Präsident Baschar al-Assad sei verschoben worden, weil der Sondergesandte zunächst noch einmal mit der Opposition reden wolle.

Die Verhandlungen sollen dem seit fast fünf Jahren tobenden Bürgerkrieg ein Ende setzen, in dem mehr als 250.000 Menschen getötet wurden. Sie kamen am Freitag nur mühsam zustande, weil es Streit um die Teilnehmerliste und Vorbedingungen der Opposition gab. De Mistura traf sich zunächst mit Regierungsvertretern und stattete dann der Opposition einen Höflichkeitsbesuch ab.

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Am Dienstag sollen nun Gespräche auf Spitzenebene stattfinden: Der russische Vizeaußenminister Gennadi Gatilow kündigte am Montag an, dass am Dienstag Russland, die USA und die Vereinten Nationen in Genf über den Syrien-Konflikt beraten wollen. Am Rande der internationalen Friedensgespräche sei zudem ein Treffen mit dem Chef der syrischen Regierungsdelegation, Baschar Dschaafari, geplant.
Russlands Uno-Vertreter in Genf, Alexej Borodawkin, rief die zersplitterte syrische Opposition zu einer konstruktiven Haltung bei den Friedensgesprächen auf. Moskau erwarte, dass die Gegner von Präsident Baschar al-Assad bei den Verhandlungen mit Regierungsvertretern Kompromissbereitschaft zeigten, sagte er.

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Die syrische Opposition hatte sich erst mit mehreren Tagen Verspätung bereiterklärt, zu den Gesprächen nach Genf zu reisen. Die Regimegegner fordern aber vor direkten Verhandlungen mit der syrischen Regierung, dass sich die humanitäre Lage verbessert. Sie wollen eine Waffenruhe und drohten zuletzt mit einem Abbruch der Gespräche. Russland ist ein enger Verbündeter des syrischen Regimes.

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