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20.05.2014

19:32 Uhr

Konflikt in der Ostukraine

Rückhalt für Separatisten nimmt ab

Klares Zeichen gegen Gewalt: Zehntausende folgten im Osten der Ukraine einem Aufruf des Oligarchen Achmetow, friedlich für eine Beilegung des Streits in der Ukraine zu demonstrieren. Den Separatisten missfällt dies.

Friedlicher Protest: Die Ukraine hat ein wichtiges Zeichen für die Beilegung des Streits um die Zukunft des Osten des Landes gesetzt. ap

Friedlicher Protest: Die Ukraine hat ein wichtiges Zeichen für die Beilegung des Streits um die Zukunft des Osten des Landes gesetzt.

Donezk, Moskau, Shanghai Der Rückhalt der prorussischen Kräfte im Osten der Ukraine schwindet. Der einflussreiche Milliardär Rinat Achmetow rief kurz vor der Präsidentenwahl zum friedlichen Widerstand gegen die Separatisten auf. Zehntausende seiner Mitarbeiter sowie Bürger folgten dem Appell, legten am Dienstag ihre Arbeit nieder und forderten ein Ende der seit Wochen andauernden Kämpfe. Nach Angaben des Uno-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) verließen bereits etwa 10.000 Menschen ihre Heimat auf der Krim sowie im Osten des Landes. Russland baut unter dem Eindruck der Krise seine Partnerschaft mit China aus.

In der Ukraine soll am Sonntag ein neuer Präsident gewählt werden. Die Abstimmung gilt als entscheidend für die Zukunft des Landes. Im umkämpften Osten konnten die Vorbereitungen jedoch vielerorts noch nicht beginnen. Die Regierung hat eingeräumt, dass in weiten Teilen der Regionen Donezk und Lugansk keine Wahl möglich sein wird. Dort kämpfen Regierungstruppen gegen Separatisten, die unter anderem mehrere Verwaltungsgebäude besetzt halten. An diesem Mittwoch soll ein dritter Runder Tisch zur Lösung der Krise beitragen.

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In Donezk hat sich der reichste Ukrainer öffentlichkeitswirksam gegen eine Spaltung des Landes positioniert. Nun richten sich alle Augen auf die Wahl am Sonntag. Merkel erwartet vom Kreml, die Lage zu stabilisieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) forderte den russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem Telefonat auf, alles in seiner Macht Stehende zu tun, um die Abstimmung am Sonntag zu unterstützen und das Ergebnis anzuerkennen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) rief die Separatisten auf, sich an der Wahl zu beteiligen. Gerade die Kritiker des politischen Wechsels müssten das größte Interesse daran haben, dass mit der Abstimmung der Aufbau eines neuen Legitimationsprozesses beginne, sagte er der Deutschen Welle.

Separatistenführer hatten zuvor angekündigt, die Ergebnisse der Wahl nicht anzuerkennen. Zugleich beschworen sie die Bevölkerung, endlich zu den Waffen zu greifen. „Ich hätte nie gedacht, dass sich in der ganzen Region nicht einmal 1000 Männer finden, die bereit sind, ihr Leben zu riskieren“, sagte der „Verteidigungsminister“ der selbst ernannten „Volksrepublik Donezk“, Igor Strelkow, in einem Video.

Der reichste Mann der Ukraine, Rinat Achmetow, veröffentlichte daraufhin eine eigene, aufsehenerregende Videobotschaft: „In den Städten herrschen Banditen und Marodeure. Die Menschen sind es leid, in Angst zu leben“, sagte der Oligarch. „Mit Maschinenpistolen durch die Städte des Donbass zu laufen - sollen so die Rechte der Donezker vor der Zentralregierung gewahrt werden?“

Kommentare (6)

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20.05.2014, 19:45 Uhr

Zitat : Rückhalt für Separatisten nimmt ab

- Reinste Propagandameldung !

Vor einer Woche haben noch ueber 90 % der Ostukrainer in Donetzk und Lugansk fuer ihre Unabhaengigkeit gestimmt !

Uns die zwei Republiken werden auch an der Wahl am 25.5. NICHT Teil nehmen !

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20.05.2014, 19:47 Uhr

"Rückhalt für Separatisten nimmt ab"
__________________________________________

Nachdem Putin von Schröder als lupenreiner Demokrat geouted wurde, legt der freie Westen nach: Nicht Putin ist ein lupenreiner Demokrat, sondern Achmetov.

Achmetov nämlich kann sogar ungewählt anordnen, was Jazenjuk zu sagen hat.

Thats democracy!

Account gelöscht!

20.05.2014, 20:39 Uhr

Russland hätte der Ukraine wenigstens noch bezahlbare Energie geliefert. So bekommt die Marionettenregierung in Kiew ein paar schöne IWF Kredite und darf sich in die Kolonne der Schuldsklaven der USA einreihen und sich tot arbeiten. :-) Das Leben ist schön. :-)

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