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30.12.2013

22:53 Uhr

Konflikt in Grenzregion

Libanon schießt auf syrische Hubschrauber

Der Libanon hat seine wiederholten Drohungen umgesetzt und zum ersten Mal auf syrische Hubschrauber über seinem Gebiet gefeuert. In der Grenzregion leben zehntausende syrische Flüchtlinge.

Syrien-Konflikt: Das libanesische Militär hat auf syrische Hubschrauber geschossen. AFP

Syrien-Konflikt: Das libanesische Militär hat auf syrische Hubschrauber geschossen.

BaalbekDer Libanon hat erstmals im Syrien-Konflikt mit seiner Luftabwehr auf syrische Hubschrauber gefeuert, die sich über seinem Staatsgebiet befanden. Entsprechend den Einsatzbefehlen sei in der grenznahen Region um Arsal am Montag auf syrische Helikopter geschossen worden, sagte ein Militärvertreter am Montag in Beirut der Nachrichtenagentur AFP. Die syrischen Hubschrauber hätten dort die Ortschaft Chirbet Dawud angegriffen.

Es sei das erste Mal, dass die libanesischen Streitkräfte ihre Flugabwehr gegen syrische Angriffe gerichtet hätten, sagte der Militärvertreter. Bei dem syrischen Hubschrauber-Angriff sei niemand verletzt worden. Es sei nicht klar, ob durch den Einsatz der Luftabwehr syrische Maschinen getroffen wurden.

Die Armee habe "klare und ausreichende Anweisungen seitens der politischen Autoritäten", um auf solche Angriffe zu reagieren, sagte der libanesische Verteidigungsminister Fajes Ghosn im Fernsehen. Die Luftabwehr vom Montag sei "in diesem Kontext" erfolgt. Sei dem Beginn des Syrien-Konflikts sei die libanesische Armee an der Grenze bereit und in der Lage "auf alles zu reagieren", was die Einheit des Landes gefährden könnte.

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Syrien agierte im Libanon lange Jahre als Besatzungsmacht. Im Jahr 2005 zog Syrien dann seine Truppen aus dem Libanon ab. Am 12. Juni warnte die libanesische Regierung in ungewöhnlich deutlicher Form, jede "Verletzung" des Luftraums über dem Libanon werde künftig "unverzüglich" eine Reaktion nach sich ziehen. Diese Drohung wurde bislang jedoch nicht umgesetzt, obwohl die syrische Luftwaffe wiederholt Ziele jenseits der Grenze angriff.

In der Gegend um Arsal leben zehntausende syrische Flüchtlinge. Es gibt dort starke Unterstützung für die Aufständischen in Syrien, die Präsident Baschar al-Assad stürzen wollen.

Von

afp

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