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13.05.2013

08:43 Uhr

Konflikt um Archipel

Chinesische Schiffe provozieren Japan

Der japanisch-chinesische Streit um eine wichtige Inselgruppe im Ostchinesischen Meer spitzt sich zu: China hat mit dem Aufkreuzen der Flotte wieder die Muskeln spielen lassen. Japans Ministerpräsident droht mit Gewalt.

Die japanische Küstenwache (links) patrouilliert neben einem chinesischen Beobachtungsschiff (rechts) vor der umstrittenen Insel Senkaku. ap

Die japanische Küstenwache (links) patrouilliert neben einem chinesischen Beobachtungsschiff (rechts) vor der umstrittenen Insel Senkaku.

TokioChinesische Schiffe sind nach japanischen Angaben erneut in die Gewässer um eine von beiden Ländern beanspruchte Inselgruppe eingedrungen. Drei Aufklärungsschiffe der chinesischen Regierung seien am Montagmorgen nahe dem Archipel im Ostchinesischen Meer gesichtet worden, teilte die japanische Küstenwache mit. Sie seien in die Zwölf-Meilen-Zone um die Inseln eingedrungen.

China schickt immer wieder Schiffe in das Seegebiet, um Stärke im Streit um die Inseln zu zeigen. Ende April meldete Japan, acht chinesische Schiffe seien dort gesichtet worden. Ministerpräsident Shinzo Abe kündigte daraufhin an, jeder Chinese, der die Inseln betrete, werde „mit Gewalt” ausgewiesen.

Die beiden Länder streiten seit Monaten offen um die unbewohnte Inselgruppe, die von Japan Senkaku und von China Diaoyu genannt wird. Ausgelöst wurden die Spannungen Anfang September dadurch, dass die japanische Regierung beschloss, mehrere der Inseln aus japanischem Privatbesitz zu kaufen. Der Streit entwickelte sich zu einer diplomatischen Krise.

Auch Taiwan erhebt Anspruch auf den Archipel, der etwa 200 Kilometer vor der Küste Taiwans und rund 400 Kilometer von der japanischen Insel Okinawa entfernt liegt. Die Inseln liegen strategisch günstig in fischreichen Gewässern, in der Umgebung werden größere Erdöl- und Erdgas-Vorkommen im Meeresboden vermutet.

Von

afp

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