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13.01.2005

13:15 Uhr

Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten droht zu eskalieren

Irak: Zwei Berater von Wahlbefürworter Al-Sistani getötet

Im Irak sind zwei Mitarbeiter des höchsten schiitischen Geistlichen im Irak, Ajatollah Ali al-Sistani, getötet worden. Al-Sistani gilt als einer der wichtigsten Befürworter der für Ende Januar geplanten Wahlen in dem ölreichen Golf-Staat.

HB BAGDAD. Der Geistliche Mahmud al-Madaen sei am Mittwoch in Salman Pak, einer historischen Stadt südlich der Hauptstadt Bagdad, getötet worden, teilte ein Mitarbeiter Al-Sistanis am Donnerstag mit. Gemeinsam mit Al-Madaen seien sein Sohn und vier Wachmännern gestorben. Ein weiterer Berater des Ajatollahs sei an seinem Arbeitsplatz im Büro Al-Sistanis in der Stadt Nadschaf tot aufgefunden worden.

Irakische Vertreter hatten sunnitische Extremisten beschuldigt, mit der Ermordung bedeutender Schiiten einen Bürgerkrieg hervorrufen zu wollen. Al-Sistani hatte die Schiiten zu Besonnenheit aufgerufen, da Racheakte dem Land schaden würden.

Am 30. Januar sollen im Irak Wahlen stattfinden. Die irakische Regierung hatte eingeräumt, dass die prekäre Sicherheitslage und die anhaltende Gewalt die Wahlen in einigen Landesteilen unmöglich macht.

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