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11.09.2013

16:03 Uhr

Konjunktur

China optimistisch beim Wachstumsziel

Die Wachstumslokomotive China hat wieder etwas Dampf bekommen. Aber die Zeiten bleiben schwierig. Auf dem „Sommer-Davos“ erklärt Regierungschef Li, wie er die unsichere Zukunft meistern will.

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat gut Lachen. Er ist sich sicher, dass sein Land das angestrebte Wirtschaftswachstum erreicht. dpa

Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat gut Lachen. Er ist sich sicher, dass sein Land das angestrebte Wirtschaftswachstum erreicht.

PekingTrotz vieler Ungewissheiten wird Chinas Wirtschaft nach Ansicht von Ministerpräsident Li Keqiang in diesem Jahr das angestrebte Wachstumsziel von 7,5 Prozent erreichen. In einem schwierigen globalen Umfeld stabilisiere sich die zweitgrößte Volkswirtschaft, sagte der Premier zur Eröffnung des „Sommer-Davos“ genannten Treffens des Weltwirtschaftsforums am Mittwoch in Dalian. Jedoch stehe die wirtschaftliche Erholung noch auf wackeligen Füßen.

„China ist jetzt in einer kritischen Phase, so dass Wachstum ohne strukturelle Transformation und Verbesserungen nicht aufrechterhalten werden kann“, sagte Li. Angesichts dieser Entwicklung sei es nur normal, dass sich das Wachstum verlangsame, erklärte er mit Blick auf die zweistelligen Raten vergangener Jahre. Die für 2013 angepeilte Steigerung um 7,5 Prozent würde bedeuten, dass China in diesem Jahr so langsam wächst wie seit zwei Jahrzehnten nicht mehr.

Li sprach gleichwohl von einem „neuen Abschnitt des chinesischen Wirtschaftswunders - mit besserer Qualität und höherer Effizienz“. Es war der erste Auftritt des neuen Regierungschefs auf dem Weltwirtschaftsforum, das im Winter in Davos in der Schweiz tagt und im Sommer nach China kommt. Rund 1500 Unternehmer, Politiker und Wirtschaftsexperten aus 90 Ländern sind zu dem dreitägigen Treffen in die nordostchinesische Hafenmetropole Dalian gereist.

Auf Sorgen über die hohe Verschuldung der Kommunen in China entgegnete der Premier, seine Regierung gehe dagegen vor. Die Lage sei „insgesamt ungefährlich und zu bewältigen“. Vage versprach Li auch langfristige Finanzreformen. Er wolle sich beständig für eine Marktorientierung der Zinsen und des Wechselkurses sowie eine schrittweise Umtauschbarkeit der chinesischen Währung einsetzen.

Der Regierungschef erwähnte auch den Aufbau einer Freihandelszone in Shanghai, ohne aber Details zu nennen. Eine solche Zone könnte den Erwartungen nach an vorderster Front der Reformen beim Wechselkurs und in den Finanzdienstleistungen stehen. Die Zeitung „Shanghai Securities News“ berichtete am Mittwoch, die Regierung wolle die konkreten Pläne vielleicht noch in dieser Woche verkünden.

Von

dpa

Kommentare (3)

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TomXXX

11.09.2013, 15:21 Uhr

Bevor jetzt unsere Superanalytiker aus den volksirtschaftlichen Abteilungen der Banken, da jetzt irgendwelche Schlüsse daraus ziehen...

sollten vielleicht ein paar Sinologen und Politologen (mit Arbeitsrichtung Kommunistische Partei) diese Aussage übersetzen...

dann können wir uns überlegen was das heisst...

Erfolgreich, aber reformbedürftig...

Hohe, aber ungefährliche und zu bewältigende Verschuldung...

und das bitte vor dem Hintergrund, dass die Partei erfolgreich ist und ja niemand sein Gesicht verlieren soll.

audi

11.09.2013, 15:35 Uhr

Es nheißt trotzdem,

China hat seine Wirtsachaft iwi im Griff

Die USA müssen von ihrem Überschuldungs-Chaos durch Krieg ablenken. Aber eine wenig bekannte Tatsache kommt noch dazu. Während viele nationen diese Welt ihr eigenes Geld haben, so hat der Ami kein eigenes Geld.

Der dollar gehört nicht dem amerikanishcen Volk und es gibt keine Bundesbank.Der Dollar gehört den Privatbanken und wenn der Obama Schulden macht, verschulden sie sich PRIVAT. Darum ist es so gefährlich, was in den USA läuft.

In normalen Ländern wie China, RUS oder EU-Land verschulden sich die Länder bei ihren eigenen "Bundes- oder Nationalbanken", also bei sich selbst. Aber der Ami verschuldet sich extern.

siebenkommafuenf

11.09.2013, 15:42 Uhr

...wenn die 7,5% haben wollen, wird da auch 7,5% stehen. Wenn die 9 brauchen steht da 9 und wenn die 3 haben wollen, wird da nach kurzer Überlegung auch 3 stehen...und wenn die haben wollen, was die brauchen, dann bekommen die auch was die haben wollen. Wenn ich dagegen lese, was Frankreich und Italien und Portugal und Griechenland allein heute so über die Ticker geschickt haben, dann wäre es für Deutschland am besten, das China bald 15 % da stehen hat, weil nämlich der Rest der Welt nicht so tickt und schon gar nicht Europa!

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