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29.12.2011

13:11 Uhr

Konjunktur

Israels Wirtschaft wächst 2011 um 4,8 Prozent

Die israelische Wirtschaft hat in diesem Jahr genauso stark zugelegt wie im vergangenen. Verantwortlich dafür waren in erster Linie Investitionen in Fabriken und Maschinen.

Israels Premier Benjamin Netanjahu. dpa

Israels Premier Benjamin Netanjahu.

JerusalemIsraels Wirtschaft ist auch in diesem Jahr kräftig gewachsen. Das Bruttoinlandsprodukt legte wie schon 2010 um 4,8 Prozent zu, teilte das Statistikamt am Donnerstag in einer ersten Schätzung mit. Dafür sorgten vor allem die Investitionen in Fabriken, Maschinen und andere Anlagen: Sie legten um fast 16 Prozent zu, die privaten Konsumausgaben dagegen nur um vier Prozent. Die Exporte - die etwa 40 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen - erhöhten sich um 4,5 Prozent. Die Zentralbank rechnet im kommenden Jahr mit einem Wachstum von nur noch 2,8 Prozent. Grund dafür ist vor allem die drohende Rezession in der Euro-Zone, einem der wichtigsten Handelspartner Israels.

Von

rtr

Kommentare (4)

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29.12.2011, 17:51 Uhr

Israel: Geringste Arbeitslosigkeit seit 30 Jahren
Auch im Bereich Wirtschafts- und Arbeitsmarkpolitik erweist sich die Regierung von Binjamin Netanyahu und Avigdor Liberman als eine der erfolgreichste3n in der israelischen Geschichte: Israels Arbeitslosenrate stand im Oktober 2011 auf nur 5%, der niedrigste Stand in den letzten dreißig Jahren, meldete das Zentralbüro für Statistik. Nur 155.000 Personen sind arbeitslos. Für das Jahr 2012 halten Experten aufgrund der Weltwirtschaftslage einen leichten Anstieg auf bis zu 6,4% in der Arbeitslosenrate für möglich..

27.12.2011

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29.12.2011, 18:48 Uhr

Die Hochtechnologie ist der Wachstumsmotor der exportabhängigen Wirtschaft geworden. Während die Produktivität in den 1990er Jahren in traditionellen Bereichen sank, wie im Bauwesen um zwei Prozent, stieg die der Hochtechnologie um jährlich fünf Prozent. Sie kurbelte auch den Export an, der inzwischen zu mehr als drei Vierteln aus Produkten der Hochtechnologie besteht.[4]

Nach dem extensiven Wachstum der Hochtechnologiebranche brach die Wirtschaft durch den Absturz an der NASDAQ im Jahre 2000 und die zweite Intifada tief ein. Fünf Jahren der tiefsten Krise folgten, bis die Wirtschaft sich wieder erholte. Heute liegt sie mit einer jährlichen Wachstumsrate von rund fünf Prozent weit über dem Wirtschaftswachstum der Bundesrepublik.

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29.12.2011, 18:54 Uhr

Quellen des israelischen Wirtschaftserfolgs
Dan Senor und Saul Singer: Start-Up Nation Israel. Was wir vom innovativsten Land der Welt lernen können, Hanser Verlag, erscheint in deutscher Sprache am 6.2.2012
Israel weist mit einer Gesamtbevölkerung von über sieben Millionen Einwohnern und 3.850 Jungunternehmen eine der höchsten Dichten an Startups auf. Der Technologiesektor boomt und scheint von sicherheitspolitischen Veränderungen größtenteils unberührt. Israel hat es geschafft, potentielle Nachteile in Stärken umzuwandeln: aus dem regionalen Boykott israelischer Produkte entstand ein auf Hochtechnologie spezialisierter Exportmarkt, die kleine Landesfläche wurde als Testzentrum für erneuerbare Energien genutzt. Diese Innovationskraft zusammen mit Unternehmensgeist und Technikaffinität macht Israel zu einer erfolgreichen „Startup-Nation“.
Ein wichtiges Kriterium ist die geringe Größe des Landes, die Israel dazu verpflichtet, sich in der Produktion auf Qualität statt Quantität zu konzentrieren. Israels Kreativität entsteht nicht in Relation zu seiner Größe, sondern zu seinen Bedrohungen. Bedingt durch den Boykott israelischer Produkte durch arabische Staaten, musste sich Israel früh auf entlegene Märkte konzentrieren. Die damit verbundenen hohen Exportkosten führten zu einer Spezialisierung auf kleine, anonyme Komponenten und Software. Damit ist Israel in der wissens- und innovationsbasierten Wirtschaft hervorragend positioniert.

Was wir vom innovativsten Land der Welt lernen können, Hanser Verlag, erscheint in deutscher Sprache am 6.2.2012

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