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30.08.2011

16:30 Uhr

Konjunktur

US-Verbrauchervertrauen bricht kräftig ein

Amerikas Wirtschaft steuert offenbar zurück in die Rezession: Das Verbrauchervertrauen ist drastisch zurückgefallen, die Stimmung ist so schlecht wie seit zwei Jahren nicht mehr. Und auch in Europa geht die Angst um.

WashingtonIn den USA ist das Verbrauchervertrauen im August regelrecht eingebrochen. Der Index sei von revidiert 59,2 (zuvor: 59,5) Punkten im Vormonat auf 44,5 Punkte gefallen, teilte das private Forschungsinstitut Conference Board am Dienstag in Washington mit. Volkswirte hatten lediglich mit einem Rückgang auf 52,0 Punkten gerechnet.

Ein Dollar-Schein zeichnet sich hinter einer USA-Fahne ab. dpa

Ein Dollar-Schein zeichnet sich hinter einer USA-Fahne ab.

Damit ist das Konsumklima in den USA so schlecht wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Die Verbraucher schätzten sowohl ihre Aussichten als auch die Lage schlechter ein. „Dazu beigetragen haben dürfte die Debatte um die Anhebung der Schuldenobergrenze“, sagte Forschungsdirektorin Lynn Franco. Auch die Kurseinbrüche an den Aktienmärkten und Rezessionsängste dürften die Stimmung gedrückt haben.

Die Stimmung der Verbraucher gilt als zentraler Indikator für die Konsumausgaben, die etwa zwei Drittel der US-Wirtschaftsleistung ausmachen.

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„Der Pessimismus der Konsumenten ist verständlich“, sagte Ryan Sweet, Ökonom bei Moody's Analytics, vor Veröffentlichung der Zahlen der Fachagentur Bloomberg. „Der Arbeitsmarkt ist über die vergangenen Monate deutlich schwächer geworden und die Aktienkurse sind in diesem Monat stark gefallen.“ Die Arbeitslosenquote liegt weiter hartnäckig über 9 Prozent, und in der ersten Jahreshälfte ist die größte Volkswirtschaft der Welt nur minimal gewachsen.

Weitere Hinweise über die US-Konjunktur werden noch am Nachmittag erwartet - mit neuen Daten zu den Eigenheimpreise in US-Städten.

Kommentare (45)

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Pendler

30.08.2011, 16:38 Uhr

Der milliardenschwere Ministerpräsident bläst die Einführung einer Reichensteuer ab. Eigentlich eine Steilvorlage für die Bestrafung des hoch verschuldeten Landes durch die Finanzmärkte. Doch die Europäische Zentralbank verhindert das.

Und in den USA zanken sich die Demokraten mit den Helden aus der Teaparty, nur um noch mehr Schulden machen zu dürfen.

Wen wundert's, dass das Vertrauen da absackt. Aber danke an den Markt, dass er kalkulierbar bleibt.

Schlaumeier

30.08.2011, 16:38 Uhr

Natürlich gibt es eine Rezession, vielleicht eine Depression, dass ist doch völlig klar. Da braucht man doch kein Experte zu sein. Die seit 30 Jahren laufende Kreditmaschine ist kaputt. Amiland. dass 70% seines BIP über den Konsum "erwirtschaftet" und 40% seine Haushaltes über Schulden finanziert, ist abgebrannt. Und das ist gut so. Zurück zur realen Wirtschaft, hinweg mit diesem Ami- und Tommy- Investment- Geldschöpfungs-Kapitalismus. Leute verkauft eure Aktien. Die sind bald keinen "Pfifferling" mehr Wert. Anleihe ohnehin nicht. Noch kann Banake "seinen" DOW-Index hochhalten. Wie lange noch???

Kenner

30.08.2011, 16:47 Uhr

Schlaumeier,wie dumm bist du denn?eine Aktie wird immer etwas wert sein weil dahinter eine Firma steckt die Realgüter produziert.
Was bald nichts mehr wert sein wird ist Bargeld,denn dahinter steht nur ein Zahlungs"versprechen".
naja,war ja kein Wunder dass es einbricht,drum war ich heut mal short seit morgens.aber jetzt kauf ich mal wieder aktien,dumm ist wer jetzt noch verkauft....

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