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25.01.2005

10:08 Uhr

Konkurrenz zur CIA

Rumsfeld und seine Geheimdienst-Teams

Demnächst wird das US-Verteidigungsministerium hochrangigen Regierungskreisen zufolge eigene Geheimdienst-Teams in Krisenregionen einsetzen. Damit dringt das Ministerium auf ein Gebiet vor, das bisher dem Auslandsgeheimdienst CIA vorbehalten war.

HB WASHINGTON. Die Spionageteams sollten in Krisenregionen mit Kräften des US-Militärs zusammenarbeiten, hieß es in hochrangigen Kreisen des Verteidigungsministeriums und des US-Militärs am Montag weiter. Sie bestätigten damit einen Bericht der „Washington Post“ vom Vortag, demzufolge das Verteidigungsministerium bereits seit zwei Jahren eigene Leute in Afghanistan, im Irak und anderen Regionen im Einsatz hat und einen eigenen Geheimdienst erhalten soll.

Die Teams aus Verhörspezialisten, Sprachexperten und anderen Fachleuten seien bislang jeweils für spezielle Einsätze zusammengestellt worden, hieß es in den Kreisen weiter. Die Gruppen würden aber nun in zivilen Einsatzgruppen mit je zehn Mitgliedern organisiert, um bei Bedarf bereit zu stehen. Die Neuerung sei eine Folge der Anschläge im September 2001 und kein Versuch von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, Kontrolle über die Geheimdiensteinsätze der USA zu gewinnen, sagten die Vertreter. Der Schritt sei „in vollständiger Zusammenarbeit mit und bei vollstem Wissen“ des CIA getan worden, erklärte ein hochrangiges Mitglied des Militärs.

Nach den Anschlägen am 11. September 2001 war der CIA dafür kritisiert worden, nicht genug Einsatzkräfte entsandt und die gesammelten Informationen nicht ausreichend weitergegeben zu haben.

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