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03.08.2012

17:09 Uhr

Kontakte zur Opposition

Weißrussland weist Schwedens Botschafter aus

Schweden hat derzeit keinen Botschafter mehr in Weißrussland. Dieser ist von der Führung des autoritär regierten Staates ausgewiesen worden, weil er Kontakte zu Oppositionellen unterhalte.

Weißrussland hat den schwedischen Botschafter ausgewiesen. dpa

Weißrussland hat den schwedischen Botschafter ausgewiesen.

Stockholm/MinskDie Regierung im autoritär gelenkten Weißrussland hat den schwedischen Botschafter wegen seiner Kontakte zu Oppositionellen ausgewiesen. Das gab Schwedens Außenminister Carl Bildt am Freitag in einer Twitter-Mitteilung an. „Das Lukaschenko-Regime hat damit sein wahres Gesicht gezeigt“, schrieb er weiter.

Im Rundfunksender SR erklärte Bildt kurz danach, dass seine Regierung im Gegenzug den neuen weißrussischen Botschafter sowie zwei seiner Mitarbeiter als „unerwünscht“ in Stockholm einstufe. Die Anschuldigungen gegen Stefan Eriksson, den eigenen Vertreter in Minsk, nannte er „lächerlich und grundlos“. Es sei für jeden Diplomaten selbstverständlich, Kontakt mit der Opposition im jeweiligen Land zur halten. Das Regime in Minsk sei das „mit Abstand repressivste in ganz Europa“, meinte Bildt

Als Hintergrund für den Streit gilt der Abwurf Hunderter Teddybären mit Protestlosungen aus einem Kleinflugzeug über Weißrussland Mitte Juli. An der vom benachbarten Litauen aus gestarteten Aktion war auch eine schwedische Reklameagentur beteiligt. Der international isolierte Lukaschenko hatte deswegen bereits Luftwaffenchef Dmitri Pachmelkin und General Igor Raschkowski von den Grenztruppen entlassen.

Von

dpa

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