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02.10.2012

04:40 Uhr

Kopf-an-Kopf-Rennen

Opposition führt bei Wahl in Georgien

Den Sieg für sich beansprucht haben bereits beide Spitzenkandidaten - doch im knappen Rennen um die Wahl in Georgien zeichnet sich jetzt ein Ergebnis ab: Oppositionsführer Bidsina Iwanischwili liegt vorn.

Der reichste Mann Georgiens kann sich zurücklehnen: Iwanischwili führt bei der Wahl. dpa

Der reichste Mann Georgiens kann sich zurücklehnen: Iwanischwili führt bei der Wahl.

TiflisBei der Parlamentswahl in Georgien zeichnet sich ein Sieg für die Opposition ab. Wie die Wahlkommission in der Nacht zu Dienstag nach Auszählung von knapp acht Prozent der Wahlbezirke mitteilte, kommt das Bündnis Georgischer Traum des Milliardärs Bidsina Iwanischwili auf 57,3 Prozent der Stimmen. Die Regierungspartei von Präsident Michail Saakaschwili liegt demnach bei knapp 38 Prozent.

Iwanischwili hatte sich bereits nach der Veröffentlichung von ersten Nachwahlbefragungen zum Sieger erklärt. Allerdings könnte sein Bündnis immer noch verlieren, da fast die Hälfte der 150 Parlamentssitze an Direktkandidaten geht. Die Zahlen der Wahlkommission beziehen sich aber ebenso wie die Nachwahlbefragungen nicht auf die Direktmandate. Deren Ergebnisse lagen noch nicht vor.

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Saakaschwili ist seit der sogenannten Rosenrevolution 2003 an der Macht. Oppositionsführer Iwanischwili wirft dem einstigen Helden der georgischen Demokratiebewegung eine inzwischen autoritäre Staatsführung vor. Bis vor kurzem hatten die Umfragen auch dieses Mal auf einen Wahlsieg der Partei Saakaschwilis hingedeutet.

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Die Wahl in der früheren Sowjetrepublik wurde von mehr als 1600 internationalen Beobachtern verfolgt, hinzu kommen Zehntausende lokale Beobachter. Auftrieb gab der Opposition ein Gefängnisskandal, der in der vergangenen Woche landesweite Proteste zur Folge hatte. Die Videos von misshandelten Insassen wurden von zwei Fernsehsendern gezeigt, die der Opposition nahe stehen.

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Saakaschwilis Anhänger sehen Iwanischwili als Handlanger der Regierung in Moskau - ein Vorwurf, den der 56-Jährige zurückweist. Der Milliardär hat sein Vermögen vor allem in Russland gemacht.

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