Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.04.2013

17:28 Uhr

Korea-Konflikt

Nordkorea will als Atommacht anerkannt werden

Nordkorea will an seinem Atomwaffenprogramm festhalten. Die internationale Gemeinschaft muss Nordkorea als Atomstaat anerkennen, fordert das Land. Verhandlungen mit den USA könnten nur auf Augenhöhe stattfinden.

Nordkorea will mit den USA nur auf Augenhöhe verhandeln: Gespräche müssten als Gespräche zwischen zwei Atomstaaten stattfinden, teilte Pjöngjang mit. dpa

Nordkorea will mit den USA nur auf Augenhöhe verhandeln: Gespräche müssten als Gespräche zwischen zwei Atomstaaten stattfinden, teilte Pjöngjang mit.

Nach wochenlangen Kriegsdrohungen hat Nordkorea seine internationale Anerkennung als Atomwaffenstaat gefordert. Sollte es zu einem Dialog mit den USA kommen, dürfe dabei nicht das Ende des Nuklearwaffenprogramms gefordert werden, schrieb die nordkoreanische Zeitung "Rodong Sinmun" am Dienstag. Es müssten vielmehr Gespräche zwischen zwei Atomwaffenstaaten sein. Ein Vertreter der US-Regierung lehnte dies umgehend ab. Die Nato-Außenminister verurteilten aufs Schärfste das Festhalten des Landes an der Entwicklung von Atomwaffen und die jüngsten "Provokationen" der kommunistischen Regierung in Pjöngjang.

Nordkorea hatte den USA in der vergangenen Woche Bedingungen für Verhandlungen zur Entspannung der Korea-Krise gestellt. Die Rede war von US-Sicherheitszusagen und einem Ende von UN-Sanktionen. Die USA hatten im Gegenzug erneut einen Stopp der Atomwaffenpläne gefordert.

Die Forderung nach Anerkennung als Nuklearmacht sei weder realistisch noch akzeptabel, sagte der Unterhändler für internationale Sicherheit und Nicht-Verbreitung von Nuklearwaffen der USA, Thomas Countryman, am Rande von Gesprächen in Genf. "Es ist wichtig, dass die Welt ruhig aber entschlossen antwortet und unverändert das Ziel einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel unterstreicht", ergänzte er. Je mehr Länder das klarstellten, um so eher sei das zu erreichen.

Das abgeschottete kommunistische Land hatte den USA, Südkorea und Japan in den vergangenen Wochen immer wieder mit Angriffen gedroht. Vorangegangen waren neue UN-Sanktionen nach dem jüngsten Atomtest Nordkoreas im Februar. Die USA hatten mit der Verlegung von Kampfflugzeugen und Kriegsschiffen in die Region reagiert.

Bei ihrem Treffen in Brüssel forderten die Außenminister der Nato-Staaten Nordkorea auf, von weiteren Provokationen abzusehen. Das Land müsse sich an alle Resolutionen des UN-Sicherheitsrates und den Vertrag zur Nichtverbreitung von Atomwaffen halten. Nordkorea müsse alle Nuklearwaffen auf kontrollierbare und unumkehrbare Weise abschaffen. Außenminister Guido Westerwelle forderte, nicht nur die westlichen Staaten, sondern die gesamte internationale Gemeinschaft einschließlich Russlands und Chinas müssten das Vorgehen Nordkoreas verurteilen.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×