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31.12.2016

11:06 Uhr

Korruptionsaffäre in Südkorea

Behörden verhaften Chef des staatlichen Pensionsfonds

Die Ermittlungen in der Korruptionsaffäre in Südkorea sind ausgeweitet worden. Die Behörden haben nun den Chef des staatlichen Pensionsfonds verhaftet. Er gab zu, den NPS zu der Zustimmung einer Fusion gedrängt zu haben.

Die Behörden haben die Ermittlungen um Vertraute der Präsidentin ausgeweitet – und den Chef des staatlichen Pensionsfonds verhaftet. dpa

Korruptionsaffäre in Südkorea

Die Behörden haben die Ermittlungen um Vertraute der Präsidentin ausgeweitet – und den Chef des staatlichen Pensionsfonds verhaftet.

SeoulDie Ermittlungen zur Korruptionsaffäre um die entmachtete südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye werden ausgeweitet. Die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete am Samstag, ein Bezirksgericht in Seoul habe nach der Prüfung von neuem Beweismaterial Haftbefehl gegen den Chef des staatlichen Pensionsfonds, Moon Hyung Pyo, erlassen.

Moon war am Mittwoch festgenommen worden. Der frühere Gesundheitsminister gab inzwischen zu, den Pensionsfonds NPS dazu gedrängt zu haben, einer umstrittenen Fusion von zwei Samsung-Töchtern zuzustimmen. NPS ist der drittgrößte staatliche Pensionsfonds der Welt und Großaktionär bei Samsung. Kritikern zufolge verloren NPS-Anteilseigner durch die Fusion hunderte Millionen Dollar.

Der Samsung-Vizechef Lee Jae Yong soll im Januar dazu befragt werden, ob er Manager von Samsung Electronics überredete, im Gegenzug für die Zustimmung von NPS Millionen Dollar in dubiose Stiftungen und Unternehmen zu stecken, die von Choi Soon Sil kontrolliert wurden.

Südkorea: Antrag zur Amtsenthebung von Präsidentin Park

Südkorea

Antrag zur Amtsenthebung von Präsidentin Park

Die südkoreanische Präsidentin Park gerät durch die Korruptionsaffäre zunehmend unter Druck. Die Opposition hat nun einen Antrag zur Aufhebung ihres Amtes gestellt – Eine Neuwahl ist dadurch nicht mehr ausgeschlossen.

Die Vertraute der Präsidentin steht im Zentrum der Korruptionsaffäre. Sie soll ihre Beziehungen zu Park genutzt haben, um Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Außerdem wird ihr vorgeworfen, sich in die Regierungsgeschäfte eingemischt zu haben.

Das Parlament in Seoul hatte wegen der Korruptionsaffäre Anfang Dezember für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Park gestimmt, die damit umgehend ihre Amtsvollmachten verlor. Choi sitzt inzwischen in Haft, Park wird als „Verdächtige“ in dem Fall behandelt. Das Verfassungsgericht prüft nun, ob die Amtsenthebung von Park gültig ist. Sollte sie dauerhaft von ihrem Amt entbunden werden, muss ein neues Staatsoberhaupt gewählt werden, möglicherweise bereits Ende März.

Von

afp

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