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01.01.2014

15:33 Uhr

Korruptionsaffäre

Indien storniert Rüstungsdeal

Indien hat wegen Korruptionsvorwürfen einen Auftrag über mehr als 500 Millionen Euro annulliert. Der italienische italienischen Rüstungskonzern Finmeccanica steht im Verdacht, Bestechungsgelder gezahlt zu haben.

Helikopter im Einsatz: Indien storniert die Bestellung von 12 Maschinen. dpa

Helikopter im Einsatz: Indien storniert die Bestellung von 12 Maschinen.

Neu DelhiDas Verteidigungsministerium in Neu Delhi nahm die Bestellung von zwölf Helikoptern zurück, weil das „vorvertragliche Rechtschaffenheitsabkommen“ verletzt worden sei. Dem früheren Chef von Finmeccanica, Giuseppe Orsi, wird vorgeworfen, in die Zahlung von Bestechungsgeldern an Politiker und Beamte verwickelt gewesen zu sein. Er steht derzeit in Italien vor Gericht. Orsi war bei Vertragsabschluss 2010 Chef der Finmeccanica-Tochter AgustaWestland. Italienische Ermittler untersuchen auch eine Beteiligung des früheren indischen Luftwaffen-Chefs S.P. Tyagi. Die beiden bestreiten die Anschuldigungen.

Die indische Luftwaffe wollte die Helikopter für den Transport von hochrangigen Politikern im Wert von rund 750 Millionen Dollar (545 Millionen Euro) kaufen. Die Zahlungen waren bereits im Februar nach Bekanntwerden der Vorwürfe eingestellt worden. Für den Deal sollen Bestechungsgelder in Höhe von 51 Millionen Euro an Mittelsmänner in der Schweiz geflossen sein.

Unklar war zunächst, was mit den drei Hubschraubern geschieht, die bereits geliefert wurden. Auch befürchten Analysten Streitigkeiten über das bereits gezahlte Geld. Laut Medienberichten hat Indien bereits mehr als ein Drittel der vereinbarten Summe überwiesen.

Von

dpa

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