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28.11.2016

12:39 Uhr

Korruptionsskandal in Südkorea

Präsidentin Park verweigert die Aussage

Park Geun Hye hat eine persönliche Befragung durch die Staatsanwaltschaft abgelehnt. Das Gespräch sollte helfen, Parks Rolle in einem Skandal aufzuklären, in den auch eine gute Freundin der Präsidentin verwickelt ist.

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye verweigert der Staatsanwaltschaft ihre persönliche Aussage in der Affäre um ihre langjährige Vertraute Choi. Sollte sie weiterhin nicht zur Aufklärung des Skandals beitragen, dürfte bald auch eine unabhängige Untersuchungskommission gegen sie ermitteln. dpa

Keine Kooperation

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye verweigert der Staatsanwaltschaft ihre persönliche Aussage in der Affäre um ihre langjährige Vertraute Choi. Sollte sie weiterhin nicht zur Aufklärung des Skandals beitragen, dürfte bald auch eine unabhängige Untersuchungskommission gegen sie ermitteln.

Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye will keine Fragen der Staatsanwaltschaft zu der Korruptionsaffäre um ihre langjährige Vertraute beantworten. Park könne der Bitte der Ermittler um eine persönliche Befragung am Dienstag leider nicht nachkommen, erklärte ihr Anwalt Yoo Young Ha am Montag.

Die Präsidentin sei zu beschäftigt mit den Regierungsgeschäften und der Vorbereitung ihrer Verteidigungsstrategie gegen die Anschuldigungen. Park hatte eigentlich versprochen, „aufrichtig“ mit der Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten, eine Vernehmung dann aber doch abgelehnt.

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Die südkoreanische Staatsanwaltschaft hat erneut Büros von Samsung durchsuchen lassen. Damit gerät der Elektronikkonzern immer tiefer in die Korruptionsaffäre um Südkoreas Präsidentin Park. Es soll um Bestechung gehen.

Die Staatsanwaltschaft hatte ihr deshalb in der vergangenen Woche ein Ultimatum gestellt: Am Dienstag wäre demnach die letzte Möglichkeit für eine Befragung, bevor im Dezember eine unabhängige Untersuchungskommission die Ermittlungen übernimmt. Ob Park mit den neuen Ermittlern zusammenarbeiten wird, ist bislang unklar.

Im Zentrum der Affäre steht die langjährige Präsidentenfreundin Choi Soon Sil, die ihre Beziehungen zu Park genutzt haben soll, um Millionenspenden für Stiftungen einzutreiben und sich dabei persönlich zu bereichern. Die 60-jährige Choi sitzt inzwischen wegen des Verdachts auf Betrug und Machtmissbrauch in Haft, laut der Staatsanwaltschaft spielte aber auch Park selbst eine „erhebliche Rolle“ in der Affäre.

In Seoul hatten am Samstag erneut hunderttausende Menschen gegen Park protestiert. Einer aktuellen Umfrage zufolge fordern mittlerweile neun von zehn Südkoreanern Parks Rücktritt. Bereits in den kommenden Tagen könnte es in dem von der Opposition kontrollierten Parlament zudem eine Abstimmung über Parks Amtsenthebung geben.

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