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10.09.2013

18:18 Uhr

Korruptionsskandal

Spanische Sozialisten unter Verdacht

In Spanien sollen staatliche Fördermittel veruntreut worden sein. Im Visier der Fahnder sind auch prominente Politiker der sozialistischen Partei. Die Justiz ermittelt gegen mehr als 120 Personen.

Manuel Chaves (links) und José Antonio Griñán (rechts) sollen staatliche Fördermittel veruntreut haben. Reuters

Manuel Chaves (links) und José Antonio Griñán (rechts) sollen staatliche Fördermittel veruntreut haben.

SevillaSpaniens Politik wird von einem weiteren Skandal erschüttert. Eine Ermittlungsrichterin hat nun auch prominente sozialistische Politiker im Verdacht, in einen Korruptionsskandal verwickelt zu sein. Wie die Juristin Mercedes Alaya am Dienstag in Sevilla erklärte, liegen ihr Anhaltspunkte dafür vor, dass die früheren Regierungschefs der südspanischen Region Andalusien, Manuel Chaves und José Antonio Griñán, sowie fünf frühere Regionalminister in eine Affäre um die Veruntreuung staatlicher Fördermittel verwickelt gewesen seien. In dem Fall ermittelt die Justiz gegen mehr als 120 Politiker, Beamte und Unternehmer.

Der 68-jährige Chaves hatte Andalusien von 1990 bis 2009 regiert. Von 2009 bis 2011 war er Vizeregierungschef in Madrid. Griñán (67) war von 2009 bis vor wenigen Tagen andalusischer Ministerpräsident. Er trat zurück, nachdem der Skandal immer größere Schatten auf seine Regierung warf. Griñán ist auch Parteipräsident der spanischen Sozialisten (PSOE), was allerdings nur ein repräsentatives Amt ist.

Die Konservativen in dem südeuropäischen Land plagen sich ebenfalls mit einem Skandal: Die Volkspartei (PP) von Ministerpräsident Mariano Rajoy kämpft mit einer Schmiergeldaffäre.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Amigo

10.09.2013, 18:37 Uhr

Ich möchte mal wissen wie viel Rettungsgelder in Portugal, Spanien, Italien, Zypern und Griechenland in dunklen Kanälen versickert bzw. da so ausgegeben wird, dass Freunde und Familienmitglieder der dortigen Entscheidungsträger davon proftieren !!

Weg mit CDU, SPD, FDP und Grüne - weg mit Euro und Brüssel. Was brauchen wir 34.000 Beamte in Brüssel !! Ein Moloch, der uns Milliarden kostet. Damit Parteifreunde ihre Nieten und Spezies gut versorgt unterbringen !!!

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