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28.01.2015

15:13 Uhr

Kredite für Griechenland

Athener Finanzminister kritisiert „Schneeballsystem“

Ein „Duell“ zwischen Athen und seinen Geldgebern wird es nicht geben. Das hat der griechische Finanzminister Giannis Varoufakis bei seinem Amtsantritt gesagt. Der Politiker fordert einen „europäischen New Deal“.

Geht es nach Griechenlands neuem Finanzminister, macht das Land in Zukunft keine neuen Schulden mehr. dpa

Geht es nach Griechenlands neuem Finanzminister, macht das Land in Zukunft keine neuen Schulden mehr.

AthenDer neue griechische Finanzminister Giannis Varoufakis hat die Aufnahme von immer mehr Krediten durch sein Land als aussichtslos charakterisiert. „Dieses Schneeballsystem muss aufhören“, sagte er am Mittwoch bei der Übernahme seines Ministeriums. Die Geldgeber haben Griechenland nach seinen Worten „zu viel Geld“ geliehen.

Das Problem der griechischen Schulden müsse neu geregelt werden. „Das habe ich bereits Eurogruppenchef (Jeroen) Dijsselbloem telefonisch gesagt und er hat Verständnis gezeigt“, sagte Varoufakis. „Wir brauchen einen europäischen New Deal“, sagte er weiter.

Ein „Duell“ zwischen Athen und den Geldgebern, wie einige Medien berichten, werde es nicht geben. Wenn der Eurogruppenchef Dijsselbloem am Freitag nach Athen komme, solle die Grundlage für ein Ende der Spannungen geschaffen werden, fügte der Finanzminister hinzu.

Varoufakis versprach, Griechenland werde keine neuen Schulden machen. Die Griechen werden künftig „nur das ausgeben, was sie verdienen“. Mit einer Gesellschaft, die Luxusartikel konsumiere, sei es „vorbei“.

Von

dpa

Kommentare (9)

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Herr Daniel Huber

28.01.2015, 15:33 Uhr

Die Griechen werden künftig „nur das ausgeben, was sie verdienen“. Mit einer Gesellschaft, die Luxusartikel konsumiere, sei es „vorbei“.
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Genau so sieht es aus. Niemand auf diesem Planeten will sich mehr in die Abhängigkeit von Gläubigern und Banken begeben und damit seine Autonomie und Freiheit, mit Versklavung und Unfreiheit eintauschen. Die Mehrheit der Menschen wachen endlich auf und erkennen, dass sie sich durch Verschuldung in der Teufelskreis der Abhängigkeit von Gläubigern begeben. Sie geben damit ihre freie Lebensgestaltung auf, sind über Jahre und Jahrzehnte die Sklaven von Zins und Zinseszins. Selbst bei der jetzigen Nullzinspolitik findet sich keine Kreditnachfrage mehr. Diejenigen die über die notwendige Bonittät verfügen, brauchen keine Kredite, und denjenigen, die eventuell einen Kredit aufnehmen würden, fehlt die Bonität. Ein echter Teufelskreis. Richtig blöd auch für Deutschland, dass außer Handelsbilanzüberschüssen, bei gleichzeitiger hoher eigener Sparquote und stagnierender Binnenmarktnachfrage, kein anderes Geschäftsmodell als dieses vorzuweisen hat. Wenn wir Deutschen, wie die Weltmeister sparen, brauchen wir zwingend jemand anderen, die sich für uns weiter verschuldet. Ich sehe aber weit und breit niemanden, der dies noch tun möchte. Die Privatleute wollen nicht, die Unternehmen wollen nicht, die Staaten können sowieso nicht, da viele eh bereits pleite sind und nur noch durch die Druckerpresse künstlich am Leben erhalten werden.
Wir haben ein echtes Schuldnerproblem!

Herr Karsten Schiefelbein

28.01.2015, 15:53 Uhr

Seltsames Weltbild von Herrn Varoufakis...

Also meiner Kenntnis nach hat Griechenland Staatsschulden aktiv aufgenommen. Oder stand da irgendwo die EZB, der IWF oder sonst wer und hat Kredite aktiv beworben wie der Möblelladen bei uns um die Ecke???

Aber andererseits passt das ja auch in unseren gesellschaftlichen Trend:

Man selbst ist weder für überbordenden Konsum noch für Spekulation oder was auch immer verantwortlich, sondern stets ohne Ausnahme die Bank. Wird man auf Grund extensiven Konsums von Fast Food zu fett, erstreitet man vor Gericht Schadenersatz von Mc Donalds. Und wenn die Kinder im Unterricht auf Grund permanenter Smartphone-Nutzung im Unterricht nichts lernen, muss der Lehrer verantwortlich sein.

Nicht meine Welt, sorry, Herr Varoufakis.

Herr Ciller Gurcae

28.01.2015, 16:06 Uhr

Man muß dem Griechen nicht alles glauben...
Was Pleitiers so alles erzählen, um weitermachen zu können. Und der nächste Finanzminister dreht wieder ein neues Rad.

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