Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

17.07.2012

01:02 Uhr

Kredithilfen

IWF gibt Portugal weitere 1,5 Milliarden Euro

Portugal hat bei seinen Reformen Fortschritte gemacht. Die Umsetzung des 78 Milliarden Euro vereinbarten Sparprogramms verläuft nach Plan. Der IWF gab nun für das angeschlagene Land weitere 1,5 Milliarden Euro frei.

Die Finanzmärkte bewerten die Entwicklung in Portugal positiv. dpa

Die Finanzmärkte bewerten die Entwicklung in Portugal positiv.

WashingtonDer Internationale Währungsfonds (IWF) hat Portugal weitere Kredithilfen in Höhe von 1,48 Milliarden Euro bewilligt. Das teilte die Organisation am Montagabend in Washington mit. Zugleich lobte der IWF die bisherigen Konsolidierungsfortschritte des angeschlagenen Euro-Landes, forderte aber auch weitere Reformmaßnahmen.

Die Umsetzung des Reformprogramms, das Lissabon ungeachtet der schwierigen Lage im Euro-Raum angehe, sei „lobenswert“, meinte die zuständige IWF-Topmanagerin Nemat Shaikn. „Die Haushaltskonsolidierung ist auf dem Weg.“ Die für 2012 angepeilten Ziele seien erreichbar.

Zugleich mahnte sie weitere Anstrengungen an. „Strukturelle Reformen bleiben entscheidend, um Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum zu stärken.“ Der IWF betonte, Portugal müsse weiter an der Stärkung seines Steuersystems und der Reform des Arbeitsmarkts arbeiten, um dem Anstieg der Arbeitslosigkeit zu begegnen.

Die am Montag freigegebenen Mittel sind die fünfte Tranche des IWF, der zu dem dreijährigen Konsolidierungsprogramm insgesamt 29,3 Milliarden Euro beiträgt. Portugal hatte im Mai 2011 nach Griechenland und Irland als dritter Eurostaat Hilfen bei EU und IWF beantragt. Die im Gegenzug für die Kredite vereinbarten Sparmaßnahmen stoßen in der Bevölkerung auf heftige Kritik.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×