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24.04.2015

18:55 Uhr

Kreml-naher Motorradklub

„Nachtwölfe“ dürfen nicht in Polen einreisen

Unfreiwilliger Stopp für die „Nachtwölfe“. Bei ihrer „Siegesfahrt“ von Moskau nach Berlin dürfen die Motorradfahrer mit den guten Kreml-Beziehungen nicht in Polen einreisen. Damit ist der kürzeste Landweg für die Biker dicht.

Die „Nachtwölfe“ dürfen bei ihrer umstrittenen Siegesfahrt durch Europa nicht in Polen einreisen. dpa

Ausgebremste Biker

Die „Nachtwölfe“ dürfen bei ihrer umstrittenen Siegesfahrt durch Europa nicht in Polen einreisen.

Warschau/BratislavaDie „Nachtwölfe“ müssen draußen bleiben: Polen hat die Einreise des russischen Motorradklubs mit guten Beziehungen zum russischen Präsidenten Wladimir Putin am Freitag abgelehnt.

Die russische Botschaft in Warschau sei am Freitag in einer diplomatischen Note darüber informiert worden, dass die Mitglieder des Klubs nicht nach Polen einreisen dürfen, teilte das Ministerium mit. Mit dem Nein aus Polen ist der kürzeste Landweg für die „Nachtwölfe“ von Moskau nach Berlin dicht. Fraglich ist, ob die Biker den Umweg über die Ukraine wagen.

Zur offiziellen Begründung hieß es, die „Nachtwölfe“ hätten keine ausreichenden Angaben über ihre Fahrtroute und ihre Übernachtungsstationen gemacht. Diese Informationen seien erforderlich, „um den Teilnehmern der Fahrt ausreichend Sicherheit zu bieten“.

Eine Veteranenfahrt habe dagegen die Einreiseerlaubnis erhalten. Der Konflikt in der Ukraine hat in den vergangenen Monaten das Verhältnis zwischen Moskau und Warschau stark belastet.

Putin und der Biker-Club: Der russische Bär und seine Wölfe

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Angeblich sind sie nicht politisch. Und doch zeigen sie sich an der Seite von Kremlchef Putin: der russische Biker-Club „Die Nachtwölfe“. Jetzt planen die Biker eine Tour auf den Spuren der Sowjetarmee – bis nach Berlin.

Die „Siegesfahrt“ des Motorradclubs von Moskau nach Berlin zur Erinnerung an den Sieg der Roten Armee über das nationalsozialistische Deutschland ist in Polen, Deutschland und anderen Ländern umstritten.

Der Bundesregierung kommt die Tour ungelegen. Diese nach Kenntnis der Regierung private Initiative leiste keinen Beitrag zur Stärkung der deutsch-russischen Beziehungen, hieß es aus dem Auswärtigen Amt.

Kommentare (3)

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Herr Teito Klein

24.04.2015, 20:16 Uhr

„Nachtwölfe“: Wir müssen leider draußen bleiben!
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Polen verweigert "Putins Rudel" die Durchreise. Das ist gemein!
Die „Nachtwölfe“ sind doch Putins persönliche Leibwache. Sie bejubelten auch die Annexion der Krim und kämpfen an der Seite der "Volkswehr" fegen die Regierungstruppen aus Kiew.

Jetzt wollen sie in Berlin den Sieg Stalins gegen Nazi-Deutschland feiern.

Herr Ralf Becker

24.04.2015, 20:53 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Frau Ich Kritisch

24.04.2015, 21:00 Uhr

diese Durchreiseverweigerung ist ein Armutszeugnis für die demokratie!

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