Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.06.2017

13:55 Uhr

Kreml

Russland droht mit Luftangriffen in Syrien

Säbelrasseln im Syrien-Konflikt: Eine US-Maschine hat ein syrisches Kampfflugzeug abgeschossen - im Gegenzug droht Russland mit Angriffen im syrischen Luftraum. Die russische Luftwaffe ist auf Bitte Syriens im Land.

Russische Truppen auf der Luftwaffenbasis im syrischen Hemeimeem. Die russische Führung hat mit Angriffen im syrischen Luftraum gedroht. dpa

Russische Luftwaffe

Russische Truppen auf der Luftwaffenbasis im syrischen Hemeimeem. Die russische Führung hat mit Angriffen im syrischen Luftraum gedroht.

MoskauNach dem Abschuss eines syrischen Kampfflugzeuges durch eine US-Maschine hat Russland mit Angriffen im syrischen Luftraum gedroht. Der Kommunikationskanal zwischen russischem und amerikanischem Militär zur Vermeidung von Zwischenfällen über Syrien werde gekappt, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau am Montag mit. Stattdessen werde das russische Militär Flugzeuge und Drohnen der US-geführten Koalition als potenzielle Ziele ins Visier nehmen, wenn sie westlich des Flusses Euphrat fliegen. Der russische Vizeaußenminister Sergej Rjabkow verurteilte den Abschuss als „Akt der Aggression“. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass die USA diese Kommunikationskanäle vor dem Abschuss des syrischen Flugzeuges nicht genutzt hätten.

Nach Darstellung der US-Streitkräfte hatte das syrische Kampfflugzeug von den USA unterstützte Rebellen bombardiert. Die syrische Armee bestritt Angriffe auf die Rebellen. Stattdessen habe der Kampfjet Stellungen der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) attackiert.

Der syrische Jagdbomber vom Typ Suchoi Su-22 war am Sonntag bei Gefechten um Al-Rakka in Nordsyrien - Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) - getroffen worden. Das Flugzeug habe zuvor Bomben in der Nähe von Einheiten der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) abgeworfen, teilte das US-Militär mit.

Die SDF sind mit der internationalen Koalition verbündet, die in Syrien und dem Irak gegen die Terrormiliz Islamischen Staat kämpft. Nach syrischen Angaben hatte die Su-22 nur IS-Stellungen angegriffen. Moskau unterstützt in Syrien die Führung von Präsident Baschar al-Assad.

Das mit Syrien verbündete Russland mahnte die USA, die territoriale Integrität Syriens zu respektieren. Die russische Luftwaffe ist auf Bitten der syrischen Regierung in dem Land. Die USA und andere Staaten setzen ihr Militär dort auf eigenen Entschluss ein.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

G. Nampf

19.06.2017, 14:32 Uhr

"Nach Darstellung der US-Streitkräfte hatte das syrische Kampfflugzeug von den USA unterstützte Rebellen bombardiert."

Ich halte es für nicht zweckmäßig, daß die USA- statt lediglich den IS, der ein Feind aller ist, zu bekämpfen - nun auch direkt in die Kanpfhandlungen zwischen den Kriegsparteien einzugrefen.

Die syrische Armee bekäme somit das Recht auch allierte Flugzeuge abzuschießen und die USA würden sich völlig unnötigerweise in den Krieg hineinziehen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×