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16.12.2013

11:15 Uhr

Kreml

Ukraine und Russland schließen mehrere Abkommen

Der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch kehrt der EU offenbar endgültig den Rücken zu. Zusammen mit seinem russischen Partner Wladimir Putin möchte er nun gleich mehrere Abkommen schließen.

Die geplante engere Partnerschaft mit Russland und Janukowitschs Verzicht auf eine EU-Partnerschaft sind die Auslöser für die seit Wochen andauernden Proteste von Regierungsgegnern in der Ukraine. dpa

Die geplante engere Partnerschaft mit Russland und Janukowitschs Verzicht auf eine EU-Partnerschaft sind die Auslöser für die seit Wochen andauernden Proteste von Regierungsgegnern in der Ukraine.

MoskauUngeachtet der prowestlichen Proteste in Kiew wollen Kremlchef Wladimir Putin und der ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch ihre Zusammenarbeit mit mehreren Abkommen stärken. Ein dickes Paket an Dokumenten liege für die russisch-ukrainischen Regierungskonsultationen an diesem Dienstag in Moskau bereit, teilte der Kreml mit. Janukowitsch hofft nach seiner Abkehr von der EU dringend auf Finanzhilfen sowie Rabatte für russische Gaslieferungen, um die Ex-Sowjetrepublik vor dem Bankrott zu retten.

Die geplante engere Partnerschaft mit Russland und Janukowitschs Verzicht auf eine EU-Partnerschaft sind die Auslöser für die seit Wochen andauernden Proteste von Regierungsgegnern in der Ukraine. Wegen dringend nötiger Milliardenhilfen verhandelt das verarmte Land mit seinen mehr als 45 Millionen Einwohnern mit der EU und mit Russland.

„Die Ukraine kann ohne einen Kredit von dieser oder jener Seite keine wirtschaftliche Stabilität garantieren“, sagte Putins Wirtschaftsberater Andrej Beloussow am Montag. Er schloss die Bewilligung eines solchen Kredits nicht aus.

Beloussow warb erneut eindringlich für einen Beitritt der Ukraine zu einer von Russland angeführten Zollunion. Dies bringe dem Land viele Vorteile. So erhöhe sich automatisch der Zollschutz vieler Produkte wie etwa im Maschinenbau und in der Chemie, sagte der frühere Wirtschaftsminister. Die Regierung in Kiew lehnt einen Beitritt bislang ab.

Nach Kremlangaben sollen im Beisein von Putin und Janukowitsch in Moskau Projekte in der Energie- und in der Agrarwirtschaft sowie im Verkehr und in der Raumfahrt auf den Weg gebracht werden. Russland hatte der Ukraine dies als Alternative für den Verzicht auf eine Partnerschaft mit der EU angeboten.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Boltar

16.12.2013, 14:19 Uhr

Es wurde höchste Zeit einmal gute Nachrichten zu lesen! Das ist genau das Richtige, daß die russische Führung aktiv die Ukraine unterstützt, um den westlichen Agenten das Wasser abzugraben.
Nun sollte endlich in Kiew mit dem gekauften Gesindel aufgeräumt werden und der Salonrevoluzzer und USrael-Agent Klitschko des Landes verwiesen werden - oder vielleicht könnte er ja auch der Volksparasitin Timoschenko im Knast Gesellschaft leisten!?

Inbrevi

16.12.2013, 14:33 Uhr

Jetzt ist bei den USrael-Hörigen und Ferngelenkten das verlogene Jammern wieder groß. "Mutti, der Putin macht nicht das was ich ihm sage und erlauben will- jetzt wehrt er sich und schlägt gar zurück!"

Karsten

16.12.2013, 14:51 Uhr

Egal wie die Sache ausgeht, Hauptsache Janukowitsch handelt im Intresse seiner Bevölkerung. Die EU hat zulange Versprechungen, bezüglich des kredites, gemacht und Russland handelt, natürlich auch im Eigeninteresse!

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