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19.11.2015

08:58 Uhr

Krieg gegen den IS

US-Militärexperte rät zu Flugverbotszonen

Über 8000 Luftangriffe auf IS-Stellungen zählt das Pentagon bereits. Doch von einem Sieg ist das US-geführte Bündnis noch weit entfernt. Verteidigungsexperte Michael O’Hanlon rät zu Flugverbotszonen – und Ausbildung.

An Armed French policeman (L) and a CRS riot policeman secure the scene at the raid zone in Saint-Denis, near Paris, France, November 18, 2015 to catch fugitives from Friday night's deadly attacks in the French capital. REUTERS/Benoit Tessier Reuters

An Armed French policeman and a CRS riot policeman secure the scene at the raid zone in Saint-Denis o catch fugitives from Friday night's deadly attacks in the French capital

An Armed French policeman (L) and a CRS riot policeman secure the scene at the raid zone in Saint-Denis, near Paris, France, November 18, 2015 to catch fugitives from Friday night's deadly attacks in the French capital. REUTERS/Benoit Tessier

WashingtonMichael O’Hanlon ist Senior Fellow am Brookings-Institut, einem der renommiertesten Thinktanks in Washington. Zu seinen Forschungsgebieten zählen die Verteidigungsstrategie und das Militär der USA sowie die amerikanische Außenpolitik. O'Hanlon lehrt an den Universitäten Princeton (New Jersey) und John Hopkins (Maryland) und hat mehrere Bücher veröffentlicht.

Der Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) läuft seit 15 Monaten. Warum macht das US-geführte Bündnis im Irak und in Syrien bislang so wenig greifbare Fortschritte?
Kurz gesagt haben wir nicht wirklich versucht, sie am Boden zu schlagen. Daher ist der Erfolg dort so gering. Die einzig wirklich erfolgreiche Streitkraft ist die kurdische. Entsprechend begrenzt ist leider der geografische Bereich und der Umfang jeglicher Einsätze.

Michael O’Hanlon ist Senior Fellow am Brookings-Institut. dpa

US-Verteidigungsexperte Michael O’Hanlon

Michael O’Hanlon ist Senior Fellow am Brookings-Institut.

Wie steht es um die irakischen Sicherheitskräfte und die moderaten Rebellen in Syrien?
Die irakische Armee befindet sich immer noch im Aufbau. Und die moderate syrische Opposition ist immer noch eine kunterbunte Truppe. Wir haben es bislang nicht ernst genug gemeint damit, sie zu ordnen, auszubilden, zu erweitern und auszurüsten.

Wie - wenn überhaupt - wird der angekündigte Einsatz einer kleinen Zahl von US-Spezialeinheiten in Syrien den Krieg verändern?
An sich überhaupt nicht, außer was die Beratung auf hochrangiger Ebene in dem Krieg angeht. Aber die Berater müssen auch den Weg ebnen für die Entsendung Hunderter weiterer Ausbilder - oder gar noch mehr - aus den USA und möglicherweise aus anderen Ländern. Gemeinsam mit Fliegerleitoffizieren (die Luftschläge am Boden koordinieren, d. Red.) könnte das einen Unterschied machen.

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