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29.01.2013

07:02 Uhr

Krieg in der Sahara

Mali-Feldzug schürt Terrorangst

Die Franzosen treiben die Islamisten in Mali vor sich her, doch von einem Sieg kann noch nicht die Rede sein. In Deutschland wächst einem Zeitungsbericht zufolge die Angst vor Terroranschlägen.

Französische Soldaten in Timbuktu. AFP

Französische Soldaten in Timbuktu.

Berlin/Paris/BamakoDie deutschen Sicherheitsbehörden warnen einem Zeitungsbericht zufolge vor einer wachsenden Terror-Gefahr durch den Einsatz der Bundeswehr in Mali. Dieser könne fanatisierte Einzeltäter oder Kleinstgruppen zu Anschlägen veranlassen, berichtet die "Bild-Zeitung" unter Berufung auf ein Geheimpapier der Sicherheitsbehörden. Die Aktionen könnten sich sowohl gegen deutsche Einrichtungen im Inland wie im Ausland richten, hieß es.

Die Bundesregierung unterstützt die Offensive französischer und malischer Truppen gegen islamistische Rebellen in Mali mit Transportflugzeugen und Ausrüstung. Dem Blatt zufolge reisten allein 2012 rund 50 Personen aus der militant-islamistischen Szene in Deutschland in Ausbildungscamps weltweit - unter anderem nach Mali, aber auch nach Libyen, Syrien und Somalia. Dort seien sie von Al-Kaida-Mitgliedern in verschiedenen Anschlagstechniken geschult worden. Sie sollten "autonome Terror-Zellen" in Deutschland bilden, um Anschläge auf markante Ziele verüben zu können.

Zu den genannten 50 Islamisten kämen weitere 100 deutsche Islamisten, die bereits vorher eine paramilitärische Ausbildung absolviert hätten. Mehr als die Hälfte von ihnen sei bereits zurück in Deutschland. Unter ihnen befänden sich viele Deutsche mit Migrationshintergrund, aber auch zum Islam übergetretene Konvertiten, hieß es in dem Bericht.

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Auf ihrer Flucht zünden Islamisten historische Bauten an.

Frankreichs Militäreinsatz im westafrikanischen Wüstenstaat Mali ist nach Ansicht von Präsident François Hollande ein voller Erfolg. „Wir sind dabei, die Schlacht zu gewinnen“, sagte Hollande am Montag in Paris. Wenige Stunden zuvor waren französische und malische Truppen in der legendären Wüstenstadt Timbuktu einmarschiert. Dort fiel eine Bibliothek mit wertvollen historischen Manuskripten der Zerstörungswut von Islamisten zum Opfer. Über das Ausmaß der Zerstörung lagen zunächst keine Erkenntnisse vor, ebenso wie über den Zustand der von Islamisten zerstörten Mausoleen islamischer Gelehrter. Die Grabstätten gehören zum Weltkulturerbe der Unesco.

Hollande lobte die Effektivität der französischen Armee, der es gelungen sei, die Offensive der islamistischen Rebellen innerhalb von wenigen Tagen zu stoppen. Er bekräftigte die Absicht, die französischen Truppen so schnell wie möglich wieder aus dem westafrikanischen Land abzuziehen. „Frankreich wurde nicht gerufen, um in Mali zu bleiben“, sagte Hollande. Es sei Aufgabe der Afrikaner, dass Mali seine territoriale Integrität wiedergewinne, vor allem auch im von islamistischen Rebellen kontrollierten Norden.

Kommentare (1)

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29.01.2013, 07:04 Uhr

Ich kann mich nur noch meinen beiden Vorkommentatoren anschließen.
Der Grund ist für mich, die Erziehung nach 1945, man hat den deutschen das ewige Büßergewand übergezogen, seit dieser Zeit kommen nur noch Weicherer heraus, dies hat zur Folge es gibt nur noch Feiglinge, Mitläufer und ja-Sager.
Danke

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