Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.07.2012

21:43 Uhr

Krieg in Syrien

200.000 fliehen vor Gewalt in Aleppo

160 Menschen sind allein am Samstag in Syrien getötet worden. In der Metropole Aleppo wüten die heftigsten Kämpfe seit Beginn der Revolte. Zehntausende sind geflohen, sagt die UN. Doch für viele gebe es keinen Weg raus.

Syrische Rebellen kämpfen schwerbewaffnet gegen die Regierungstruppen. Reuters

Syrische Rebellen kämpfen schwerbewaffnet gegen die Regierungstruppen.

Damaskus / BeirutVor den Kämpfen in der nordsyrischen Stadt Aleppo sind nach Schätzungen der Vereinten Nationen innerhalb von 48 Stunden 200.000 Menschen geflohen.

UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos forderte am Sonntag in New York freien Zugang nach Aleppo für Hilfsorganisationen. Die syrischen Streitkräfte setzten bei ihren Angriffen auf die Rebellenstellungen in der 2,5-Millionen-Einwohner-Stadt Panzer, Artillerie und Helikopter ein.

Durch die Offensive der regulären Truppen von Präsident Baschar al-Assad seien in der Wirtschaftsmetropole Aleppo zahlreiche Hilfsbedürftige eingeschlossen, erklärte Amos in New York.

Die Hilfsorganisationen müssten die Möglichkeit erhalten, den Bedürftigen Nahrung, Wasser und Decken zur Verfügung zu stellen.

Krieg in Syrien

Mit Kampfhubschraubern und Artillerie gegen Rebellen

Krieg in Syrien: Mit Kampfhubschraubern und Artillerie gegen Rebellen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Amos forderte alle kämpfenden Parteien auf, „Zivilisten nicht als Zielscheiben“ auszuwählen. Es sei „sehr schwierig“ für die Hilfsorganisationen, zu den Flüchtlingen vorzudringen, die sich aus Aleppo, Hama und anderen umkämpften Gebieten in Sicherheit zu bringen suchten. Die Armee hatte Aleppo am Sonntag den zweiten Tag angegriffen.

Jordanien öffnete das erste offizielle Lager für zehntausende Flüchtlinge aus dem Nachbarland. Außenminister Nasser Dschawdeh sagte bei der Einweihung des Lagers Mafrak an der jordanisch-syrischen Grenze, sein Land tue sein Mögliches für die Sicherheit der Flüchtlinge und bemühe sich zugleich um eine politische Lösung des Konflikts in Syrien.

Nach Angaben des Ministers ist das Lager für bis zu 120.000 Flüchtlinge ausgelegt. Dschawdeh gab die Zahl der syrischen Flüchtlinge in Jordanien mit mehr als 142.000 an.

Trotz ihrer Offensive konnten die syrischen Regierungstruppen Aleppo zunächst nicht wieder unter ihre Kontrolle bringen. Nach Angaben eines Aufständischen, der seinen Namen mit Abu Alaa angab, setzte die Armee den Beschuss des Viertels Salaheddin am Sonntag fort, in dem die Aufständischen am Vortag eine Bodenoffensive zurückgeschlagen hatten. Zudem gab es Gefechte in den Vierteln Bab al-Nasr, Bab al-Dschadid und in der historischen Altstadt.

Die verbliebenen Einwohner Aleppos suchten in Kellern Schutz vor dem Beschuss aus Panzern und Helikoptern, wie ein AFP-Reporter berichtete.

Angesichts der Kämpfe in Aleppo rief der internationale Syrien-Sondergesandte Kofi Annan Regierungstruppen und Rebellen zur Einhaltung des humanitären Völkerrechts auf. Er fordere alle Konfliktparteien auf, jedes weitere Blutvergießen zu vermeiden, erklärte Annan. Der Präsident des oppositionellen Syrischen Nationalrats (SNC), Abdel Basset Sajda, forderte befreundete Staaten auf, die FSA mit Waffen zu versorgen.

Kommentare (5)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Thomas-Melber-Stuttgart

29.07.2012, 11:43 Uhr

Der Rebellen-Spuk in Aleppo wird demnächst vorbei sein, die Armee hat die betroffenen Stadtviertel schon mit zwei Sicherungsringen abgeriegelt. [...] [+++ Beitrag von der Redaktion editiert +++]

Account gelöscht!

29.07.2012, 18:18 Uhr

Hoffentlich behalten sie recht. Falls diese militanten fundamentalistischen Rebellen schrecken vor nichts zurück und haben kein Interesse an friedlichen Lösungen.

bobi

29.07.2012, 19:19 Uhr

Die westliche Propagandamaschine schläft aber nicht:
http://i.imgur.com/hQuRK.jpg

Wird das Volk wird der Manipulation widerstehen!

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×