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17.02.2017

12:53 Uhr

Krieg in Syrien

Gabriel erteilt Parallelverhandlungen Absage

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel hat bei der Eröffnung der G20-Außenministerkonferenz vor zu hohen Erwartungen bei den Syrien-Friedensgesprächen gewarnt. Zugleich möchte der SPD-Politiker keine Parallelverhandlungen.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel eröffnet am 17.02.2017 in Bonn die Abschlußsitzung der G20 Außenminister. Er warnt vor zu hohen Erwartungen bei den Syrien-Friedensgesprächen. dpa

Treffen der G20-Außenminister

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel eröffnet am 17.02.2017 in Bonn die Abschlußsitzung der G20 Außenminister. Er warnt vor zu hohen Erwartungen bei den Syrien-Friedensgesprächen.

BonnDeutschland und Frankreich haben die Erwartungen an die neue Runde der Syrien-Friedensgespräche in Genf gedämpft. Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte am Freitag bei der G20-Außenministerkonferenz in Bonn, man müsse diesmal „eine gehörige Portion Realismus mitbringen“. Zugleich betonte er mit Blick auf die Syrien-Gespräche in Kasachstan, „dass es keine Parallelverhandlungen geben darf“.

Eine weitere Runde der Friedensgespräche unter dem Dach der Vereinten Nationen soll am kommenden Donnerstag in Genf beginnen. Dabei soll es um Pläne für eine Übergangsregierung, eine neue Verfassung und Wahlen gehen.

G20-Außenministertreffen und Syrien-Krise

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Bei den Syrien-Gesprächen in Kasachstan spielt Russland eine führende Rolle. In der kasachischen Hauptstadt Astana war es diese Woche vor allem darum gegangen, wie die brüchige Waffenruhe kontrolliert werden kann. Russische Bestrebungen, dieses Forum auch für politische Verhandlungen zu nutzen, scheiterte bislang am Widerstand der Gegner des syrischen Machthabers Baschar al-Assad.

Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault sagte mit Blick auf die Genfer Verhandlungsrunde: „Man soll die Schwierigkeit und die Gefahr nicht unterschätzen.“ Er warnte Russland und Iran, zu glauben, die Assad-Regierung werde eines Tages wieder das gesamte Staatsgebiet unter seine Kontrolle bringen. An dem Gespräch in Bonn nahmen die USA, mehrere EU-Staaten, die Türkei sowie mehrere arabische Staaten teil.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

17.02.2017, 13:26 Uhr

Deutschland und Frankreich haben eh nichts zu melden solange die USA und Russland mit im Spiel sind.

Herr Alex Lehmann

17.02.2017, 14:01 Uhr

Die werden sich in Astana schlapp lachen über den Siggi und seine Absage. In letzter Zeit gibts viel zu lachen mit unseren Politikern, aber das war der Wochenbrüller vom Siggi...
*Ironie on: Er erteilt ne Absage an: Russland, Iran, große Teile der syrischen Opposition und was weiß ich nicht noch wen. Da hat der Siggi aber die Friedensverhandlungen mal wieder zu nichte gemacht... Böser,böser Siggi, aber naja so is das in der Weltpolitik, nur die Harten kommen in Garten, oder Siggi...*Ironie off! Wie kann man den vor sowas wie dem nur nen kleinen Funken Respekt haben? Ich kapiers net

Herr Peer Kabus

17.02.2017, 14:45 Uhr

Jetzt zeigt Gabriel als AM, was er drauf hat.

Realitätsverweigerung scheint seine Stärke zu sein. Der scheint doch tatsächlich zu glauben, auf einen Amtsverzicht Assads bestehen zu können. Davon hat selbst Steinmeier zuletzt nicht mehr gesprochen.

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