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14.12.2015

16:50 Uhr

Krieg in Syrien

Russland kritisiert USA vor Kerry-Besuch

Morgen reist US-Außenminister John Kerry nach Moskau. Dort will er über eine politische Lösung für Syrien beraten. Kurz vor Kerrys Besuch wirft der Kreml den USA mangelnde Kooperationsbereitschaft vor.

Russlands Außenminister Lawrow (l.), Kremlchef Putin (M.) und US-Außenminister Kerry: Morgen verhandelt Kerry in Moskau über den Krieg in Syrien (Archivbild). ap

Schwierige Beratungen

Russlands Außenminister Lawrow (l.), Kremlchef Putin (M.) und US-Außenminister Kerry: Morgen verhandelt Kerry in Moskau über den Krieg in Syrien (Archivbild).

Moskau, ParisVor dem Besuch von US-Außenminister John Kerry an diesem Dienstag in Moskau hat Russland den USA mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus vorgeworfen. Die US-geführte Koalition koordiniere ihre Luftangriffe in Syrien nicht ausreichend mit Russland, kritisierte das Außenministerium in Moskau am Montag. Russland erwarte beim Treffen von Chefdiplomat Sergej Lawrow mit Kerry eine Erklärung der Syrien-Politik Washingtons. Russland und die USA fliegen unabhängig voneinander Luftangriffe auf Ziele im Bürgerkriegsland Syrien.
Kremlsprecher Dmitri Peskow schloss nicht aus, dass es auch zu einem Gespräch zwischen Präsident Wladimir Putin und Kerry kommen könnte.

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Kerry will in Gesprächen mit der russischen Führung eine politische Lösung für Syrien voranbringen. Bislang liegen die Positionen von Washington und Moskau in der Syrien-Krise weit auseinander. Russland stützt den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, während die USA dessen Abgang betreiben. Zuletzt hatte sich aber bei Gesprächen in Wien im November eine Annäherung bei der Suche nach einer politischen Lösung angedeutet. Vergangene Woche trafen sich in Riad Vertreter der syrischen Opposition als Vorbereitung möglicher Friedensbemühungen.

Für Spannungen zwischen den USA und Russland sorgt nach wie vor die Ukraine-Krise: Der Westen wirft Moskau vor, die Rebellen im Osten des Nachbarlandes zu unterstützen und die Lage dort zu destabilisieren. Russland bestreitet jegliche Waffenhilfe.

Als Kerry Russland zuletzt im Mai besucht hatte, ging es in langen Gesprächen mit Putin und Lawrow vor allem um die Ukraine-Krise.

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