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30.05.2016

19:58 Uhr

Kriegsverbrechen im Tschad

Lebenslange Haft für Ex-Präsident Hissene Habre

Seit vielen Jahren kämpfen Menschenrechtler darum, dass Hissene Habre für seine Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen wird. Jetzt wurde ein Urteil im Prozess gegen den ehemaligen Präsidenten des Tschad gefällt.

Der ehemalige Präsident des Taschad (hier auf einem Archivfoto) wurde wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt. AFP; Files; Francois Guillot

Hissene Habre

Der ehemalige Präsident des Taschad (hier auf einem Archivfoto) wurde wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt.

Dakar26 Jahre nach seinem Sturz ist der frühere Präsident des Tschad wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der heute 73-jährige Hissene Habre wurde für schuldig befunden, für Folter und die Tötung Tausender politischer Gegner und Angehöriger nichtmuslimischer Volksgruppen verantwortlich zu sein.

Frühere Opfer sowie Menschenrechtler kämpften viele Jahre dafür, Habre zur Verantwortung zu ziehen. Das Urteil sprach das sogenannte Special African Chamber (CAE), ein 2013 von Senegal und der Afrikanischen Union (AU) geschaffes Tribunal. Habre hatte sich nach seinem Sturz nach Senegal abgesetzt. Während seiner Zeit an der Spitze Tschads war er ein enger Verbündeter des Westens im Kampf gegen den Einfluss der Sowjetunion und ihrer Verbündeten in Afrika.

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Von

rtr

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