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20.03.2014

17:17 Uhr

Krim-Krise

Russland verhängt Sanktionen gegen US-Politiker

US-Präsident Barack Obama hat die Strafmaßnahmen gegen Russland ausgeweitet. Die Antwort aus Moskau kam nur Minuten später – so verhängte der Kreml seinerseits Einreisesperren gegen mehrere prominente US-Politiker.

Ein Opfer russischer Strafmaßnahmen ist der Republikaner John Boehner. ap

Ein Opfer russischer Strafmaßnahmen ist der Republikaner John Boehner.

MoskauRussland verhängt als Reaktion auf die US-Sanktionen Einreiseverbote gegen neun US-Politiker. Zu den betroffenen Politikern zählen der Sprecher der Republikaner im Repräsentantenhaus, John Boehner, der demokratische Fraktionschef im Senat, Harry Reid, und der prominente republikanische Senator John McCain. Auf Moskaus Liste stehen außerdem der Chef des Auswärtigen Ausschusses im Senat, Robert Menendez, die drei Obama-Berater Caroline Atkinson, Daniel Pfeiffer und Benjamin Rhodes sowie die demokratische Senatoren Mary Landrieu und der Senator Daniel Coats.

Das russische Außenministerium erklärt, es habe im Vorfeld gewarnt, dass die US-Strafmaßnahmen „wie ein Bumerang zu den USA zurückkehren würden“. Es dürfe keinen Zweifel geben: „Wir werden angemessen auf jeden feindlichen Angriff reagieren“, hieß es weiter.

Nur Minuten zuvor hatte US-Präsident Barack Obama den Weg für Sanktionen gegen ganze russische Wirtschaftszweige freigemacht. Er unterzeichnete eine Verfügung, die den USA solche umfassenden Strafmaßnahmen erlaubt. Gleichzeitig gab er als Reaktion auf die Krim-Krise weitere Sanktionen gegen 20 Einzelpersonen bekannt, darunter den Stabschef von Präsident Wladimir Putin sowie einige seiner engsten Freunde.

+++Liveblog Krim-Krise+++: Boehner und McCain auf Moskaus Sanktions-Liste

+++Liveblog Krim-Krise+++

Boehner und McCain auf Sanktions-Liste

Die Ukraine plant den Rückzug von der Krim. US-Präsident Obama will seine Truppen aus dem Konflikt heraushalten. Deutsche Manager fürchten Sanktionen gegen Russland – doch Kanzlerin Merkel will diese noch verschärfen.

Obama sagte, seine Strafmaßnahmen seien „Resultat der Entscheidungen, die die russische Regierung getroffen hat, Entscheidungen, die von der internationalen Gemeinschaft abgelehnt wurden“, sagte Obama. Zuvor hatte bereits die EU die Ausweitung von Visabeschränkungen und Kontensperrungen auf weitere Personen angekündigt, die für die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim verantwortlich gemacht werden.

Die erste Sanktionsrunde am Montag hatte Moskau nicht davon abgehalten, den Anschluss der Krim voranzutreiben. Die russische Staatsduma billigte am Donnerstag die Eingliederung der bislang ukrainischen Halbinsel Krim ins russische Staatsgebiet mit großer Mehrheit. Die Ukraine und der Westen halten den Anschluss für völkerrechtswidrig.

Kommentare (2)

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20.03.2014, 17:21 Uhr

So - wie beim Schach. Weiß hat gezogen, jetzt ist schwarz wieder dran. Erst wenn beide Seiten bemerken, dass immer mehr Figuren neben dem Schachbrett stehn, als auf ihm, wird man schmerzlich bemerken, dass es kein gutes Spiel war. Bedie Seitehn hat es große Opfer gekostet und das Spiel geht Remis aus ! Es wird lange dauern, die Figuren neben dem Schachbrett wieder in ihre ursprüngliche Ausgangssituation zu bringen ! Für was das alles ??

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20.03.2014, 17:48 Uhr

Könnte es evtl so sein, dass man nur davon ablenken will, dass die BRICT-Staaten gerade auf Tauchsation gehen?

5 Jahre ging es nur nach oben, nun wendet sich das Blatt und der Sündenbock muss herhalten.

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